abl-Depositenkasse in neuem Gewand

Kim Schelbert, Foto Franca Pedrazzetti
abl-magazin 11/2021

Die abl arbeitet bei der Depositenkasse ab kommendem Jahr mit einer neuen Software. Für die Anlegerinnen und Anleger ändert sich damit der Ablauf von Transaktionen.

Rico Kirchhofer

Wegen des neuen Software-Systems sind seit dem 1. November 2021 keine Einzahlungen in die abl-Depositenkasse mehr möglich. Der zwischenzeitliche Anlagenstopp dauert noch bis zum 31. Januar 2022. Danach erscheint die Depositenkasse in einem «neuen Kleid». Die Kontoverwaltung wird verbessert und Kontoauszüge, Saldobestätigungen, Belastungen und Gutschriften neu dargestellt. Rico Kirchhofer, bei der abl verantwortlich für die Depositenkasse, schildert die für Anlegerinnen und Anleger zentralen Änderungen. Im Januar 2022 werden alle betroffenen Kundinnen und Kunden auch schriftlich über die Neuerungen informiert.


Rico Kirchhofer, warum ist es nötig, auf eine andere Software für die Depositenkasse umzusteigen?
Die jetzige Lösung ist veraltet und entspricht nicht mehr den heutigen technischen Anforderungen. Die neue Software hingegen wird mit unserem Hauptsystem verknüpft. Das hat unter anderem den Vorteil, dass viele Arbeiten, die heute manuell ausgeführt werden müssen, optimiert werden können.


Welche Neuerungen betreffen die 
Anlegerinnen und Anleger besonders?
Zukünftig werden Einzahlungen in die Depositenkasse anders ablaufen: Um die fehlerfreie Buchung der Anlagen zu gewährleisten, können ab dem 1. Februar 2022 Einzahlungen in die Depositenkasse nur noch mit vorgängiger telefonischer oder schriftlicher Voranmeldung getätigt werden. Das bedeutet, dass manuelle Einzahlungen und Daueraufträge nicht mehr möglich sind.


Wie sieht der Vorgang stattdessen aus?
Nachdem uns die Kundin oder der Kunde telefonisch oder schriftlich angekündigt hat, eine Einzahlung tätigen zu wollen, schicken wir dem Mitglied einen speziell für diese Einzahlung vollständig ausgefüllten Einzahlungsschein. Somit benötigt jede Einzahlung ihren eigenen Einzahlungsschein, wie das heute beim Begleichen von Rechnungen üblich ist.


Könnte ich als Kundin bereits jetzt eine
 Voranmeldung für eine Einzahlung machen,
 die am 1. Februar 2022 erfolgen soll?
Einzahlungen in die Depositenkasse können ab Januar 
2022 angemeldet werden. Wir versenden daraufhin einen entsprechenden Einzahlungsschein. So können Kundinnen und Kunden rechtzeitig am 1. Februar 2022 ihre neuen Anlagen tätigen.

Gibt es auch Neuerungen beim
 Auszahlen der Zinsen?
Die Zinsen der laufenden Anlagen werden weiterhin jeweils Ende Jahr abgerechnet. Die Zinsen der fälligen Anlagen werden unmittelbar nach Ende der Laufzeit abgerechnet. Im Januar 2022 versenden wir allen Depositenkassen-Kundinnen und -Kunden ein Formular, bei dem sie festlegen können, wohin die Zinsen ausbezahlt werden sollen: ob wir sie auf ihre «kurzfristigen Anlagen» verbuchen oder auf ihr Post- oder Bankkonto überweisen sollen.


Wie werden langfristige Anlagen 
weitergeführt, nachdem ihre Laufzeit
 abgelaufen ist?
Bevor die Laufzeit von langfristigen Anlagen abläuft, werden Kundinnen und Kunden wie bis anhin sieben bis acht Wochen vorher schriftlich informiert. Wenn sie die Anlagen als langfristige Anlagen weiterführen möchten, nehmen sie Kontakt mit uns auf und wir verlängern diese entsprechend. Ohne eine Benachrichtigung werden fällige Anlagen nach Ablauf als «kurzfristige Anlagen» weitergeführt.


Ergeben sich noch weitere Neuerungen?
Die alte, vierstellige Depositenkonto-Nummer entfällt. Sie wird durch die bestehende fünfstellige abl-Mitglied-Nummer ersetzt. Ausserdem trägt jede langfristige Anlage eine eigene, eindeutige Identifikationsnummer. Diese Angaben werden auf den neuen Belegen der Depositenkasse ausgegeben.


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