Eieieier färben mit Spinat und Zwiebelschalen

Kim Schelbert, Foto Shutterstock
abl-magazin 03/2021

Fasnacht wurde abgesagt, verzogen haben sich die Wintergeister trotzdem. Auf manches ist eben doch noch Verlass. Auch auf den Osterhasen kann man dieses Jahr zählen. Gelockt wird er mit aus Rotkabis, Kurkuma und Spinat gefärbten Eiern.

Haben Sie gewusst, dass Ostereier mit Pflanzen natürlich gefärbt werden können? Wer weiss, vielleicht erfreuen sich abl-Nachbarinnen bald an einem besonderen Gruss vom Osterhasen. Folgende Zutaten führen zum farbenprächtigen Ergebnis:



Graublau bis Dunkelblau:      Hibiskusblüten 

Dunkles Weinrot bis Braun:  Holundersaft, Kaffee

Hellblau bis Blau:                    Rotkabis 

Gelb und Orange:                   Braune Zwiebelschalen,
 Kurkuma 
                                                   (als Wurzeln oder
 Pulver)

Rot und Pink:                           Rote Zwiebelschalen,
 Randensaft 

Grün:                                         Brennnessel und Spinat

Mit natürlichen Zutaten gefärbte Eier.
Und so wirds gemacht

  1. Am besten weisse Eier verwenden, weil diese die Farbe besser annehmen. Damit die Farben besser haften, die Eier vor dem Färben mit einem feuchten Küchenpapier und etwas Essig abreiben. 

  2. Grundsätzlich gilt: Mindestens 500 g fein zerkleinertes Gemüse, auf einen Liter Wasser. Bei Blättern, Zwiebelschalen oder Beeren reichen etwa 100 Gramm, bei Gewürzen wie Kurkuma vier Esslöffel. Tipp: Blätter oder Beeren vor dem Aufkochen bereits eine Stunde im Wasser aufweichen. 
  3. 
Zerkleinerte Zutaten im Wasser zugedeckt ca. 30 Minuten köcheln. 
  4. Danach für gleichmässig gefärbte Eier die Gemüsereste absieben. Das Gemüse nicht wegwerfen, sondern zu einem Gericht verkochen. Tipp: Ein paar Tropfen Essig oder Zitronensaft in den Sud intensivieren die Rottöne; Backpulver und Natron sättigen das Blau. 
  5. Anschliessend die Eier in den Sud legen und für 10 Minuten hart kochen. Gefärbte Eier herausnehmen und auf einem halbierten WC-Röllchen oder einem Gitterblech trocknen. 

Für einen schönen Glanz können die Eier nach dem Färben vorsichtig mit etwas Öl (Sonnenblumen- oder Rapsöl) eingerieben werden.


Eierfärben mit den Kleinen
Für Kinder ist es einfacher, wenn die Eier vor dem Färben hartgekocht sind und der Farbsud abgekühlt ist. Beim «Kaltfärben» kann ausserdem die Farbintensität besser kontrolliert werden, da die Einwirkzeit auch länger als zehn Minuten dauern kann. Je länger die Eier im Sud liegen, umso stärker nehmen sie die Farbe an.


Einfache Geheimtipps
Wer gemusterte Ostereier haben möchte, kann diese vor dem Färben mit Gummibändern umwickeln oder mit Zitronensaftkonzentrat verzieren (Wattestäbchen in Saft tunken und zeichnen). Auch richtige Blüten und Blätter können zum Verzieren verwendet werden: Dazu Blüte aufs Ei legen, Ei vorsichtig in einen Nylonstrumpf stecken, mit Faden umwickeln und gut schliessen. Ei mit enganliegendem Strumpf im Farbsud kochen.


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