Mehr als nur Gezwitscher in der virtuellen Welt

Sandra Baumeler, Foto Stefano Schröter
abl-magazin 03/2021

Die abl hat ihr digitales Standbein verlängert. Inzwischen ist sie in fünf sozialen Netzwerken präsent. Damit stellt die Genossenschaft die Kommunikation mit ganz unterschiedlichen Medien sicher – und das in attraktiver Manier.

Jeder Social-Media-Kanal wird anders bewirtschaftet – auf Instagram ist die abl etwa als «@abl_luzern» anzutreffen.
Jahrzehntelang war das gedruckte abl-magazin das einzige Medium, das Genossenschaftsmitglieder informierte. Dann kam das Internet und damit die Möglichkeit, online zu kommunizieren. Seit 1998 ist die Domain «abl.ch» registriert. Zur Unternehmenskommunikation gehören indessen auch die sozialen Medien. Die abl war dort seit Längerem anzutreffen, aber es fehlte an einer klaren Vorgehensweise und an Strukturen. Deswegen erarbeitete die Abteilung Kommunikation ein Social-Media-Konzept, das seit September 2020 seine Wirkung entfaltet: «Der abl ist es wichtig, mit ihren Mitgliedern einen guten Informationsaustausch zu pflegen», sagt die Verfasserin Kim Schelbert. Schliesslich gehört es zur Gesamtstrategie der abl, umfassend unter Einbezug aller Kommunikationsmittel – sogenannt crossmedial – zu informieren und zu interagieren.

YouTube an der Spitze
Gemäss der Universität Zürich hat die Nutzung von sozialen Medien in den letzten Jahren stark zugenommen und lag 2019 bei 71 Prozent. Gerade bei den Jüngeren sind diese Netzwerke sehr beliebt. 99 Prozent der 14- bis 19-Jährigen sind dabei und 87 Prozent der 20- bis 29-Jährigen. Erst die über 70-Jährigen loggen sich nicht so häufig ein – es sind aber gleichwohl über 30 Prozent. Diese Zahlen sind aus Sicht der Unternehmenskommunikation ein Riesenpotenzial.
Die abl füttert die Plattformen Facebook, Instagram, Twitter und YouTube mit sorgfältig aufbereiteten Inhalten. Die Texte, Fotos und Videos nehmen die Themen des abl-magazins auf und richten sich in erster Linie an Genossenschaftsmitglieder sowie Mieterinnen und Mieter. Hinzu kommen Sympathisierende, an Stadtentwicklung und Kultur Interessierte, Medien sowie Personen, die eine Wohnung suchen und damit potenzielle abl-Mitglieder sind. Thematisch verweisen die «Posts», wie Beiträge in den sozialen Medien heissen, häufig auf Inhalte der Webseite abl.ch. Denn hier wird seit geraumer Zeit monatlich eine Vielfalt der magazin-Berichte digitalisiert. Für jene, die es vorziehen, am Bildschirm statt auf Papier zu lesen. «Das gute am Onlineformat ist der unbeschränkte Platz. Beispielsweise können wir unseren Mitgliedern mehr vom hochwertigen Bildmaterial unserer Projekte zeigen», sagt die Kommunikationsangestellte der abl. Und ebendiese Bildstrecken der Webseite können wiederum auf Instagram Verwendung finden. 
Beim Entscheid, welche Plattformen bedient werden, spielte die Zielgruppenanalyse eine wesentliche Rolle. Sie ergab im letzten Jahr, dass der grösste Teil der abl-Mitglieder und damit der Zielgruppe zwischen 30 und 39 Jahre und zwischen 50 und 64 Jahre alt ist. Es ist also davon auszugehen, dass viele der Mitglieder digital unterwegs sind. Dementsprechend wurden die fünf Portale ausgewählt – aber auch hinsichtlich der all-
gemeinen Beliebtheit in der Schweiz. So ist YouTube der
König der sozialen Netzwerke, gefolgt von Facebook und Instagram (Quelle: NZZ, Hochrechnung, 2019).


Zum Beispiel virtuelle Touren
Welche Ziele verfolgt die abl mit ihren Social-Media-Aktivitäten? Die abl will digital am Ball bleiben, umfassend informieren sowie sich mit ihren Mitgliedern und Partner-Organisationen vernetzen und interagieren können. Als moderne, zeitgemässe Genossenschaft ist ein sympathischer Social-Media-Auftritt heute fast unumgänglich.
Ein Blick in den YouTube-Kanal zeigt, was vor allem interessiert: Auf der Hitliste ganz oben steht die virtuelle Tour durchs Himmelrich 3. Übrigens wertet die abl regelmässig aus, wie viele Leute ihr auf welchem Kanal folgen und welche Posts besonders beliebt sind, sprich: am meisten angeklickt und im besten Fall weiterempfohlen werden.
Am unteren Seitenende von abl.ch und auf der Rückseite des magazins sind die offiziellen Symbole der Kanäle aufgeführt, auf denen die abl aktiv ist. Tauchen Sie ein, wenn Sie mögen. Wenn nicht, bleiben noch immer das gute, alte abl-magazin und die abl-Webseite.

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