Achtung, Baustelle!

Texte Sandra Baumeler (bas), Kim Schelbert (ks); Fotos Roland Zemp; Stefano Schröter
abl-magazin 07/2021

Auf den drei grössten abl-Baustellen geht es zügig vorwärts. Wo im Frühling noch Baugruben klafften, sind heute erste Grundrisse und Stockwerke sichtbar. Stetig werden die Dimensionen der Neubauten klarer und die Vorfreude auf den neuen Wohnraum steigt.

Im vergangenen März blickten wir in die Baugruben der Baustellen obere Bernstrasse, Obermaihof 1 und Himmelrich 3. Inzwischen wachsen überall Mauern in die Höhe und allmählich formen die Rohbauten das neue Erscheinungsbild der jeweiligen Siedlung. 

Wie der aktuelle Stand der einzelnen Neubauprojekte ist, welche Herausforderungen die Verantwortlichen zu bewältigen haben und was die nächsten Entwicklungsschritte sind, sehen Sie unten. Voraussichtlich werden die Neubauten in den Jahren 2023/24 fertiggestellt. Sie bieten für rund 250 Haushalte gemeinnützigen Wohnraum an ganz unterschiedlicher Lage – sei dies im grünen familienfreundlichen Maihof, mittendrin in der Luzerner Neustadt oder im zukunftsträchtigen Bernstrasse-Quartier. ks

Unterschiedliche Baufortschritte auf den drei Baustellen Obermaihof 1 (links), zweite Etappe Himmelrich 3 (mitte) und obere Bernstrasse (rechts).

 

Tief- und Hochbau Hand in Hand

Die drei Ersatzneubauten entlang dem Wesemlinwald im Obermaihof befinden sich in ganz unterschiedlichen Ausführungsstadien.

An der Maihofhalde baut die abl bis Mitte 2023 Ersatzneubauten mit 90 Wohnungen. Die drei Neubauten werden gemeinsam mit den bereits umgebauten und erweiterten Gebäuden an der Maihofmatte 10 bis 16 und der Maihofhalde 13 bis 25 einen neuen grosszügigen Siedlungsraum bilden. Bereits fertiggestellt und seit Frühling 2021 in Betrieb ist der neue Spielplatz an der Maihofmatte 16.
 
Die anspruchsvollen Bauarbeiten sind auf Kurs. Die Hanglage und die unterschiedlichen Niveaus der drei neuen Längsbauten im Obermaihof verlangen den Verantwortlichen einiges ab. Die Tiefbau- und Hochbauarbeiten laufen parallel und nicht wie üblich nacheinander. Die Schnittstellen bedürfen grosser Aufmerksamkeit, damit die Arbeiten geordnet Hand in Hand vonstatten gehen. 

Bei jenem Bau, der am wenigsten weit fortgeschritten ist, werden im Erdgeschoss derzeit die Bodenplatten betoniert. Beim mittleren Bau werden die Wände über dem Erdgeschoss eingezogen und beim am weitesten fortgeschrittenen die Decke über dem Erdgeschoss erstellt (Stand: Mitte Juni 2021). Die Rohbauarbeiten vom letztgenannten Bau werden voraussichtlich Ende des Jahres 2021 abgeschlossen. Anschliessend wird mit dem Fassaden- und Innenausbau gestartet.
 
Die nächsten grossen Schritte sind die Produktion der Aussensichtbetonwände im Sockelgeschoss der Gebäude mit den eingelassenen Beschriftungen der Hausnummern. Die Sichtbetonwände werden in den nächsten Wochen geschalt, armiert und betoniert, bevor sie schliesslich zum Schluss vor den Umgebungsarbeiten sandgestrahlt werden. Diese spezielle Oberfläche wird den Sichtbetonwänden eine charakteristische Optik verleihen. bas

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Bauen auf engem Raum

Die Vogelperspektive macht die engen Platzverhältnisse an der Claridenstrasse deutlich. Vor dem Betonieren müssen alle Leitungen und Kabelstränge verlegt werden.

Mit der zweiten Himmelrich-3-Bauetappe entstehen an der Claridenstrasse 1, 3, 5 und 5A insgesamt 76 Wohnungen. Der Baumeister ist derzeit mit den Rohbauarbeiten beschäftigt. Decken und Wände sind realisiert oder in Arbeit. Die nächsten grösseren Arbeiten sind Anfang kommendes Jahr geplant: An der Claridenstrasse 5A wird das Dach abgedichtet, anschliessend können die Fenster montiert werden. Während aussen die Fassade – Isolation, Mauerwerk, Verputz – erstellt wird, können sich die Verantwortlichen innen dem Ausbau widmen.
 
Die sehr engen Platzverhältnisse in diesem Gebiet der Luzerner Neustadt sind während der gesamten Bauzeit eine besondere Herausforderung. Südlich ist das Areal begrenzt von den SBB-Geleisen und dem nötigen Sicherheitsabstand, nördlich muss für das Gewerbe stets der Durchgang zum Innenhof der schon bestehenden Siedlung Himmelrich 3 gewährleistet sein. Deswegen gibt es kaum Lagerflächen, was die Baustellenlogistik zusätzlich kniffliger macht.
 Auch wenn es noch eine ganze Weile dauert, bis an dieser Stelle des Himmelrich 3 Leben einkehren wird: Die Wohnungen und die zwei Kindergarten-Räume im Erdgeschoss des Hauses an der Claridenstrasse 3 dürften im Sommer 2023 rechtzeitig zum Schuljahrstart 2023/24 bezugsbereit sein. bas

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Herausforderndes Terrain

Zwar sind erste Grundmauern sichtbar, der Hochbau befindet sich aber nach wie vor in der Baugrube.

Auf über 10 000 Quadratmetern Fläche baut die abl gemeinsam mit der Baugenossenschaft Matt 142 Wohnungen und 9 Ateliers. Die 80 abl-Wohnungen entstehen an den Adressen Bernstrasse 62, 64, 66, 68, 72 und 74. Während am einen Ort noch die Aushub- und Kanalisationsarbeiten im Gang sind, laufen andernorts bereits die Rohbauarbeiten. Bald ist ein Haus so weit, dass die ersten Decken der Wohngeschosse aufgerichtet und betoniert werden können. 

Der nächste grosse Schritt ist die saubere Erstellung der Sichtbetonfassade, die hohe Ansprüche ans Bauhandwerk stellt. Ausserdem werden sich die Verantwortlichen bald darüber freuen können, wenn die letzte Bodenplatte betoniert ist und niemand mehr im blossen Erdreich stehen muss. Die zwei wahrscheinlich grössten Herausforderungen auf der Bernstrasse-Baustelle sind die Ausführung der Sichtbetonfassade und die zahlreichen und nicht immer ganz einfachen Absätze und Ausführungsdetails im Bereich der Einstellhalle und im Erdgeschoss, die dem Terrain- und Strassenverlauf geschuldet sind. Wegen der beschränkten Platzverhältnisse müssen überdies die Baustellenlogistik und die Zufahrten mit grosser Sorgfalt geplant und koordiniert werden.
 
Anfang des nächsten Jahres starten in den ersten Häusern die Rohbauinstallationen mit Elektro, Sanitär, Heizung und Lüftung. Sobald die Rohbauarbeiten des Baumeisters abgeschlossen sind, können die Bezugstermine definiert werden. In der Planung wird von einem frühestmöglichen Bezug im Jahr 2023 ausgegangen. bas

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