Mehr Platz für Begegnung und Austausch

Kim Schelbert, Fotos Stefano Schröter
magazin 09/2020

An der Bernstrasse wurde Ende August der neue Quartierraum B102 eröffnet, wo sich fortan Menschen aus dem Quartier begegnen können. Auch das Neubauprojekt «For­ever Young», das nebenan entsteht, bietet viel Platz für Begegnung und Austausch. 

Sie werden ihre volle Reife nicht mehr erleben – die wenigen Birnen, die an der oberen Bernstrasse an einem knorrigen Baum hängen. Umgeben von den sich türmenden Schuttbergen stehen sie für eine historische Zeit, die sich hier dem Ende neigt. Das stimmt etwas melancholisch. Auch deshalb, weil die Birnen bestimmt geschmeckt hätten. An diesem heissen Sommerabend Ende August gilt es indessen auf das Neue anzustossen: Das Eröffnungsfest des B102, dem neuen Quartierraum an der Bernstrasse 102, kündigt den Beginn einer Zeit an, in der es entlang der Bernstrasse Platz gibt, um sich zu treffen.

Freiraum schaffen
Das B102 bietet Menschen aus dem Quartier Raum für ihre Ideen, seien es Spielabende, Quartier-Zmorge, Mittagstische oder Jonglierkurse. Hier soll man sich treffen, sich austauschen und unkompliziert gemeinsam Zeit verbringen können (siehe Juli-Ausgabe).
Freiraum gab es bis anhin an der Bernstrasse nur wenig. Dort setzt auch das Bauprojekt «Forever Young» der Baugenossenschaft Matt und der abl an. Der Baustart erfolgte im August. Bis im Jahr 2023 entsteht hier eine Siedlung, die mit ihrem Aussenraumkonzept punktet – zum Beispiel mit dem öffentlichen Quartierplatz. Am Eröffnungsfest des B102 lagen Pläne der neuen Überbauung auf. Interessierte konnten sich direkt über die neu entstehende Siedlung informieren.

Zwischen Haus B und C spannt sich der 700 Quadratmeter grosse Quartierplatz (Teil BG Matt orange, Teil abl grün). 

Ein neues Quartierzentrum
Auf der gegenüberliegenden Strassenseite der Kanonenstrasse 8 wird sich zwischen den Neubauhäusern ein Platz von etwa 700 Quadratmetern spannen. Er kann von den Bewohnerinnen und Bewohnern der Siedlung und von Menschen des Quartiers allgemein genutzt werden. Der neue, mit Bäumen bepflanzte Quartierplatz wird die Bernstrasse von einer «Durchgangszone» zum Raum mit Aufenthaltsqualität wandeln. Der Platz kann für Alltägliches oder für öffentliche Anlässe ­genutzt werden. 
In den Häusern um den Quartierplatz werden im Erdgeschoss verschiedene ­öffentliche und halböffentliche Nutzungen etabliert,  etwa der Gemeinschaftsraum der Siedlung, Atelierräume und ein Laden und ein Café. Der Quartierplatz geht in einen hinterhofähnlichen, halbprivaten Garten über, mit Wiesen, Bäumen, Sitzgelegen heiten, Spielplatz und einem ausgiebigen Wegnetz. Die neuen Wege verbinden die Bernstrasse mit der höher gelegenen Stollberghalde und machen das Quartier durchlässiger. Ausserdem wurden vom Landschaftsarchitekten und der Stadt Luzern gewisse Bäume auf dem heutigen Areal ausgewählt, die nun mit Schalltafeln geschützt werden, damit sie die Bauphase unversehrt über­stehen und später viel Schatten spenden können. Und wer weiss: Vielleicht wird ja im neuen Garten auch ein neuer Birnenbaum seine Wurzeln schlagen dürfen. 

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Neue Folge der abl-Filmserie «Zukunft ist immer» 

An der oberen Bernstrasse gehts ans Eingemachte. Nach einer langen Zeit der Planung, startete im August der Rückbau für das Bauprojekt «Forever Young». Wie entschärft die Architektur das Verkehrslärm-Problem? Und welche Neuheiten ergeben sich für die BG Matt aus der Zusammenarbeit mit der abl? Mehr zu den Herausforderungen des Bauprojekts gibt es in der aktuellen Folge «Zukunft ist immer» Neues aus der Bernstrasse. Weiter Folgen gibt es hier

 

Wo verbringen die Kinder ihre Freizeit? 

Die Fachstelle Genossenschaftskultur und Soziales der abl hat zusammen mit der Quartierarbeit St. Karli/Untergrund der Stadt Luzern im Juni 2020 eine Sozialraumanalyse durchgeführt. 

Im Zentrum stand die Frage, wie die Kinder vom Grenzhofschulhaus ihre Freizeit verbringen, wo sie sich wohl fühlen und wo nicht. Im Film «Mein Quartier – Kinder über ihre Freizeit im Grenzhof» sind die Ergebnisse zusammengefasst. 

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