Nachhaltigkeit

Die Mobilitätsstation Weinbergli ist auf Kurs

Mobilität umweltfreundlich teilen: Das kommt gut an.

Die vor rund einem Jahr eröffnete Mobilitätsstation im Weinbergli kommt bei den ­Quartierbewohnenden gut an. Rund 100 unterschiedliche Personen haben seit dem Start mehr als 500 Fahrten gebucht, weit mehr als erwartet.

Seit über einem Jahr stehen in der abl-Siedlung Weinbergli fünf Sharing-Elektrofahrzeuge rund um die Uhr zur öffentlichen Ausleihe mit einer einzigen App bereit und werden rege genutzt. Die abl sieht sich in ihrer Haltung bestärkt, mit der Einrichtung der Mobilitätsstation einen grossen Schritt in eine nachhaltige Zukunft gemacht zu haben. Erfreut blickt abl-Geschäftsleiter Martin Buob auf die ersten Erfahrungen zurück: «Obwohl unsere Bewohnenden bereits vor der Eröffnung mobil waren – zum Beispiel mit dem eigenen Auto –, weckte die Mobilitätsstation rasch und dauerhaftes Interesse, wie Auswertungen des ersten Jahres zeigen.»

Stabiler und erfolgreicher Betrieb
Seit der Einweihung im März 2022 registrierten sich mehr als 200 Personen. Rund die Hälfte davon nutzten im Laufe der ersten zwölf Monate die Fahrzeuge. Am beliebtesten war bei den rund 500 Buchungen das E-Auto mit rund 70 Prozent aller Fahrten, gefolgt vom E-Cargobike (12 Prozent), von den E-Velos (10 Prozent) und vom E-Roller (7 Prozent). 18 Prozent der Personen nutzten im Verlauf des ersten Jahres mehr als ein Verkehrsmittel und waren somit sogenannt «multimodal» unterwegs. Die Fahrzeuge wurden vor allem spontan und für kleinere Distanzen ausgeliehen und nicht als Pendlerverkehrsmittel genutzt. Weitere Details finden Sie hier.

Mit dem E-Auto wurden im Durchschnitt 44 Kilometer und mit den Bikes sechs Kilometer zurückgelegt. Mehrheitlich wurden die Fahrzeuge innerhalb von weniger als vier Stunden wieder zurückgebracht – bisher ohne grosse Schäden oder Unfälle. Freitage und Samstage waren bei den Nutzenden die beliebtesten Tage.

Finanziell auf Kurs
Die Anschubfinanzierung der Albert Koechlin Stiftung unterstützt die abl, bis sich die Nutzung des Angebots nach einigen Jahren etabliert hat. Der Kostendeckungsgrad im ersten Jahr beträgt bereits 30 Prozent. «Es zeigt sich einmal mehr, dass es Zeit braucht, bis sich Neues etabliert. Es stimmt uns jedoch zuversichtlich, dass wir schon bei 30 Prozent liegen, obwohl wir zurückhaltend kommuniziert haben. Wir sind gut auf Kurs», sagt Buob und fügt an: «Bei unseren neuen Bauprojekten prüfen wir bereits heute die Realisierung weiterer Sharing-Angebote. Wir sind überzeugt, die Mobilitätsstation im Weinbergli wird nicht die letzte sein.»

Pilotprojekt Mobilitätsstation Weinbergli 

Mit dem Projekt «Clever unterwegs im Quartier» der Albert Koechlin Stiftung (AKS) entstand in der abl-Siedlung Weinbergli die erste Mobilitätsstation als Pilotprojekt. Verschiedene Sharing-E-Fahrzeuge können mit einer einzigen App rund um die Uhr reserviert, ausgeliehen und bezahlt werden. Für den Betrieb der Mobilitätsstation haben die AKS und die abl das Unternehmen Trafiko beauftragt. Das Angebot der Mobilitätsstation, bestehend aus einem E-Auto, einem E-Roller, einem E-Cargobike und zwei E-Velos, wird durch eine Nextbike-Station erweitert. Damit steht den Bewohnenden zusammen mit dem öffentlichen Verkehr ein breites Angebot zur Verfügung, um die Mobilitätsbedürfnisse ohne eigene Fahrzeuge abdecken zu können.

Details zur Mobilitätsstation Weinbergli:
weinbergli.cleverunterwegs.ch