Wo ein Haus ist, ist auch eine Tür, ist auch ein Schloss, ist auch ein Schlüssel. Bereits in der späten Bronzezeit (2200 bis 800 v. Chr.) haben die Menschen ihre Pfahlbauwohnungen mit bronzenen Schlüsseln in Form von sichelförmigen Haken gesichert. Die Schlüssel waren ihnen wichtig: Es wurden besonders aufwendig gearbeitete Schlüssel gefunden, welche kleine Enten oder stilisierte Wasservögel in den Griff eingearbeitet hatten.
Im Mittelalter wurden in verschiedenen Kulturen Schlüssel als Grabbeigaben genutzt. Die einfachen Schlüssel mit kleinem Bart sollten dem Verstorbenen die «Himmelspforte» öffnen. Ab der Renaissance wurden Schlüssel aus Stahl hergestellt, was es erlaubte, filigranere, plastischere Formen zu produzieren. 1851 wurde das Zylinderschloss an der ersten Weltausstellung in London präsentiert. Es dauerte aber noch 13 Jahre und ein paar Verbesserungen, bis ihm der Durchbruch gelang.