Mit Freude an den Start
Vor rund zwei Jahren hat der Südafrikaner Frederik das «plant.» als kleines Gastronomieprojekt gestartet. Die Idee: mit Bekannten und Fremden gemeinsam an einem Tisch zu sitzen und kreative Gemüsegerichte zu geniessen. Nach Jahren in Südafrika und Mexiko, China und Japan war er kurz davor in Luzern angekommen und hatte den Wunsch, sein Hobby zum Beruf zu machen. Mit im Gepäck: unzählige Kochideen aus den verschiedensten Ländern.
Gestartet als Einmannbetrieb mit einem Long-Table-Dinner pro Woche, sassen im Herbst 2021 auch seine heutigen Geschäftspartnerinnen und Hobbyköchinnen Tamara und Julia am «plant.»-Tisch. Und sie waren begeistert von Frederiks veganen Kochkünsten und seinen Ideen. «Noch am selben Abend fachsimpelten wir über Rezepte und Fermentiermethoden, gesunde Ernährung und moderne Gastroideen», erzählt Tamara strahlend. Die Gespräche hallten bei den dreien nach, man begegnete sich wieder im Himmelrich und im «plant.», diskutierte weiter und freundete sich an.
Im Neubad war es, wo sie wenige Monate später erstmals gemeinsam Gäste bekochten: ein Genuss für die hungrigen Neubad-Mäuler und ein Schlüsselerlebnis für die drei Kochenthusiasten. Fortan war klar: «Das passt perfekt! Ab 2023 führen wir das ‹plant.› gemeinsam und bauen das Angebot aus», erinnert sich Julia.
Was braucht es dafür neben einem ausgefeilten Gastronomiekonzept sowie Rezept- und Eventideen? «Eine richtige Gastroküche», sagt Frederik lachend. Denn bis heute kocht er alle Gerichte in einer sogenannten «Ghostkitchen» ausserhalb vom «plant.» und bringt diese bereit für den Genuss ins Lokal. Ein Umweg, den man sich künftig sparen will. Wenn alles klappt und die Stadt die Betriebs- samt Baubewilligung in den nächsten Wochen erteilt, will das Dreierteam das erweiterte «plant.» im April 2023 eröffnen.
Beim Gastrokonzept setzen sie alsdann von Montag bis Samstag auf einen Mittagsservice samt Takeaway und einen Abendservice. Auch die Long-Table-Dinner werden weiterhin stattfinden. «Trotz des schwierigen Startes just während der Coronapandemie ist es uns gelungen, eine kleine Stammkundschaft aufzubauen», erzählt Frederik stolz. Dies sind Menschen aus der unmittelbaren Nachbarschaft, aber auch von weiter her, die regelmässig ein Long-Table-Dinner besuchen und dabei die vegane Küche genauso schätzen wie das Zusammensitzen an einem Tisch. Dass bei ihnen auch bekennende Fleischesserinnen und -esser tafeln, freut die drei besonders.