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15. Juli 2026
meine.abl: Häufige Fragen
Die weiterentwickelte Mitgliederplattform wird rege genutzt – und dabei tauchen Fragen auf.
Ob Kaffeerösterei, Concept Store, Kinderbuchladen oder Secondhand Boutique: Im Himmelrich ziehen die Gewerbetreibenden zunehmend am gleichen Strick. Mit dem neuen Verein H3 wollen sie das Quartier gemeinsam beleben und Menschen zusammenbringen.
Im Kaffeekranz an der Claridenstrasse herrscht an diesem frühen Nachmittag reger Betrieb. Hinter dem Tresen begrüsst Geschäftsführerin Melanie Pries die Gäste, während Kaffeeröster Lars Kiener gerade seine wöchentliche Röstung abgeschlossen hat. Kurz darauf stösst auch Gonçalo Martins dazu, Mitinhaber des benachbarten Concept Stores Incline. Die drei verbindet mehr als die unmittelbare Nachbarschaft: Gemeinsam haben sie den Verein H3 gegründet. Die Idee dazu entstand am «Sommerreichen Himmelfest», das vergangenen Sommer zum zweiten Mal im Himmelrich stattfand. «Nach dem Fest haben wir uns gefragt, wie wir solche Projekte künftig organisieren und finanzieren können», erinnert sich Melanie Pries. Aus diesen Überlegungen heraus entstand der Verein H3.
Das Ziel: (noch) mehr Leben im Quartier
Heute engagiert sich ein grosser Teil des Gewerbes im Quartier im neuen Verein – einige aktiv, andere als stille Mitglieder. Das gemeinsame Ziel: das Himmelrich beleben, Begegnungen fördern und das lokale Gewerbe sichtbarer machen. «Mit einem Verein haben wir mehr Gewicht und können einfacher Projekte realisieren», sagt Gonçalo Martins. Veranstaltungen wie das Sommerfest seien dabei nur ein Beispiel. Denkbar seien künftig weitere Anlässe, die Menschen ins Quartier bringen und den Austausch fördern – etwa ein Weihnachtsmarkt oder weitere Quartierfeste. Dabei geht es den Beteiligten nicht in erster Linie um Werbung für die eigenen Geschäfte. Vielmehr wollen sie zeigen, was das Himmelrich ausmacht. «Unser Quartier entwickelt sich stetig weiter», sagt Melanie Pries. In den vergangenen Jahren sind neue Geschäfte und Treffpunkte entstanden. Gleichzeitig wächst die Zahl der Menschen, die hier wohnen und arbeiten. Diese Entwicklung erleben die drei Vereinsgründer täglich. Im Kaffeekranz holen sich viele Stammgäste ihren Morgenkaffee, im Incline treffen sich Menschen zum Apéro und rundherum entstehen immer wieder neue Ideen und Projekte. «Mit jedem Geschäft, das neu eröffnet, kommt mehr Leben ins Quartier», sagt Melanie Pries. Auch Gonçalo Martins schätzt die Vielfalt des Quartiers. Vor rund eineinhalb Jahren eröffnete er sein Geschäft im Himmelrich. «Was dieses Quartier auszeichnet, ist seine Individualität», sagt er. Grosse Ladenketten sucht man im Himmelrich vergebens, dafür hat hier jedes Geschäft seinen eigenen Charakter.
Gelebte Nachbarschaft mitten in der Stadt
Diese Vielfalt soll mit dem Verein H3 noch stärker sichtbar wer den. «Wir wollen, dass hier noch mehr Begegnungen entstehen», sagt Gonçalo Martins. Unterstützung erhalten die Gewerbetreibenden dabei auch von der abl. Für das Sommerfest stellt die Genossenschaft beispielsweise die Infrastruktur zur Verfügung. «Die Zusammenarbeit erleben wir als sehr wohlwollend», sagt Melanie Pries.
Für die drei Vorstandsmitglieder ist der Verein H3 weit mehr als eine organisatorische Hülle für Veranstaltungen. Er ist Ausdruck eines Quartiers, das sich entwickelt und in dem viele Menschen bereit sind, sich einzubringen. Oder wie Lars Kiener sagt: «Obwohl wir mitten in der Stadt sind, wird die Nachbarschaft hier wirklich gelebt.» Damit das so bleibt, wollen die Gewerbetreiben den auch künftig gemeinsam Ideen anstossen und die Menschen im Himmelrich zusammenbringen.
Sommerreiches Himmelfest
Am Samstag, 29. August organisiert der Verein H3 im Himmelrich die dritte Ausgabe des «Sommerreichen Himmelfests». Auf dem Programm stehen Konzerte, Foodstände, Kinderangebote und Begegnungen für Jung und Alt. Erwartet werden unter anderem die Luzerner Singer-Songwriterin Mona sowie die Rockband «Bei Hugo» aus Hannover. Weitere Informationen: instagram.com/sommerreiches.himmelfest
| Rubrik | Bauprojekt Himmelrich 3 |
| Ausgabe | 07/2026 |
| Autor | Daniel Schriber |
| Fotografie | Stefano Schröter |
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Der neu gestaltete Aussenraum wird zum grünen Wohnzimmer für die ganze Siedlung. Hier soll jede Generation genau den Platz bekommen, den sie im Alltag braucht.