Pünktlich zur Öffnung der Bar um 18 Uhr verzogen sich die Regenwolken und ungläubig begrüssten die ersten Gäste die Sonne. Kurz nach halb sieben stimmte Simone Felber die ersten Jodelklänge an. Was für die Musiker*innen auf der Bühne wegen der Betonwände akustisch schwierig war, genoss das Publikum nach vorne ohne Einschränkung. Neben Felber standen für die ersten drei Songs Adrian Würsch mit dem Schwyzerörgeli und Rafael Jerjen mit dem Kontrabass auf der Bühne. Danach komplettierte Polina Niederhauser mit ihrem Cello das Quartett. Das gut stündige Konzert bot eine abwechslungsreiche Mischung aus beschwingten, leisen und ernsten Tönen. Diese Vielfalt liess das Publikum mal mitjodeln und dann wieder gebannt den Strophen lauschen. Dank der sympathischen Ansprachen und herzhaften Lachern zwischendurch wurden auch die Liedtexte, die den Tod und das Patriarchat behandelten, stimmig eingebettet. Nach einer Zugabe und tosendem Applaus boten ein Apéro sowie von Bewohnenden mitgebrachte Desserts eine ideale Gelegenheit, sich über das Konzert zu unterhalten.
Übrigens: «Simone Felbers iheimisch» feiert mit ihrem neuen Programm «Totentanz» in zwei Monaten Premiere im Kleintheater.