Abfall zu trennen und somit richtig zu entsorgen, erscheint manchmal wie eine zusätzliche Aufgabe. Eine, die wieder Zeit in Anspruch nimmt, und wer hat schon Zeit? Es gibt eine Lösung, wie diese zusätzliche Aufgabe klein gehalten werden kann: schon beim Kaufen auf das Abfall vermeiden achten

Richtig gewartet können Geräte noch sehr lange Zeit Freude bereiten

«Das ist mir alles zu mühsam und zu aufwendig – ich schmeisse einfach allen Müll in den gleichen Abfallsack!», war vielleicht Ihr Gedanke, als Sie den Artikel im Februar-Magazin über das Trennen, Wiederverwenden oder richtige Entsorgen gelesen haben. Oder aber: «Wo bitte sehr soll ich denn einen Wurmkomposter hinstellen?», als wir im April über den Weg des Grün guts zurück in den Kreislauf der Natur berichteten. Diese Ge danken sind verständlich und nachvollziehbar. Doch wenn man beim Einkaufen bereits ans Entsorgen denkt, wird das gar nicht mehr so aufwendig. Denn egal ob im Haushalt, im Büro oder Betrieb, in der Schule oder unterwegs: Wir haben es in der Hand, ob wir Abfall vermeiden oder verursachen.

 Lebensmittel nicht verschwenden
Es gibt weniger Grünabfälle, wenn Lebensmittel so eingekauft werden, dass sie zuhause nicht schlecht werden. So braucht es weniger der Grüngut-Säckli und die Würmer im «Wurmkomposter» sind zeitweise auf Diät gesetzt. Eine gute Menüplanung mit Resteverwertung und ein Einkaufen mit Zettel und nicht nur Lust können dabei helfen. Und wenn wir schon im Laden sind: Die Wahl der richtigen Verpackungsgrösse – sofern denn angeboten – ist ebenfalls ein einfacher, aber wirksamer Beitrag zur Abfallvermeidung. Und was in der Schweiz nur sehr selten eingekauft werden müsste, ist Flaschenwasser. Unser Leitungswasser ist weit über die Landesgrenzen hinaus dafür bekannt, von exzellenter, streng kontrollierter Qualität zu sein, und kann fast überall bedenkenlos direkt aus dem Hahn getrunken werden. 

Verpackungen vermeiden und «Mehrweg» nutzen
Ebenfalls im Laden können wir oft entscheiden, wie viel Verpackungsabfall wir zuhause zu entsorgen haben. Produkte mit wenig oder biologisch abbaubarer Verpackung bis hin zu unverpackten Produkten machen auch hier den Unterschied aus. Achten Sie auf Nachfüllpackungen statt Einwegverpackungen, bringen Sie Ihre eigene Einkaufstasche und für den Kaffee am Morgen den eigenen Becher mit. Oft spart man mit diesen kleinen Dingen auch bares Geld. Wenn ein «Bitte keine Werbung»-Sticker am Briefkasten klebt, gibt es weniger Altpapier zu bündeln, und wenn der Geburtstag oder das Grillfest ohne Einweggeschirr gefeiert wird, gibt’s am Schluss meist einen Abfallsack weniger. Sie sehen: Es sind kleine Dinge, doch sie können einen Unterschied ausmachen. Reparieren, teilen und weitergeben Kleider, egal ob die eigenen oder jene der Kinder, müssen nicht im Texaid-Sack landen: In Secondhand-Läden oder auf Online börsen und Flohmärkten gibt es immer wieder dankbare Abnehmer*innen. Das Gleiche gilt übrigens auch für Spielzeug, Bücher und, und, und! Die Vorstellung, dass jeder Haushalt eine eigene Bohrmaschine besitzen muss, scheint zunehmend überholt. Bei zahlreichen Onlineanbietern kann man Werkzeuge oder Haushaltsgeräte, die man nur selten braucht, mit anderen teilen oder mieten und so Ressourcen sparen. Ebenfalls weit verbreitet sind die Repair-Cafés, wo statt weg geschmissen repariert wird und dabei einige Tüftler*innen-Herzen höherschlagen dürfen.

Richtig verwerten, was übrig bleibt
So bleibt am Ende des Tages deutlich weniger Abfall übrig, der überhaupt getrennt und entsorgt werden muss. Denn die einfachste Form der Abfallentsorgung ist noch immer jene, die gar nicht erst anfällt. Und vielleicht lässt sich aus den Glace-Stängeli, den leeren WC-Rollen und dem Erdbeerschälchen aus Karton noch was basteln?

Verkaufen und teilen auf meine.abl.ch

Die weiterentwickelte Mitgliederplattform meine.abl bietet allen Mieter*innen einen Marktplatz an. Dort kann verkauft und gekauft, angeboten, getauscht und gesucht werden.

 Melden Sie sich unter meine.abl.ch mit Ihrer Mitgliedernummer (zu finden in diesem Magazin bei Ihrer Adresse) und Ihrem Passwort für meine.abl an. Sollten Sie das Passwort vergessen haben, können Sie es jederzeit zurücksetzen