Soziales & Genossenschaftskultur, Vertretung Mieterinnen und Mieter; Vorstandsmitglied seit 2022
Was möchten Sie mit der abl noch erreichen?
Melanie Vollmünenen: Mein Ziel ist es, dass die abl weiterhin zukunftsfähigen, bezahlbaren und nachhaltigen Wohnraum schafft und erhält. Besonders wichtig ist mir eine faire und verantwortungsbewusste Nutzung der vorhandenen Wohnflächen. In Zeiten von Wohnraumknappheit und gesellschaftlichen Herausforderungen möchte ich mich dafür einsetzen, dass wir nicht nur bauen, sondern auch soziale Strukturen fördern, die ein lebendiges und offenes Zusammenleben ermöglichen.
Worauf sind Sie bei der abl stolz?
Melanie Vollmünenen: Die abl beweist seit über 100 Jahren, dass genossenschaftliches Wohnen eine tragfähige Alternative zum rein profitorientierten Wohnungsmarkt ist. Ich bin stolz darauf, dass wir langfristig denken und Wohnungen nicht als Spekulationsobjekt, sondern als Lebensraum betrachten. Auch als abl-Mieterin erlebe ich die Vorteile des genossenschaftlichen Wohnens – fair, nachhaltig und gemeinschaftlich.
Was wird für die abl in ihrem zweiten Jahrhundert wichtig?
Melanie Vollmünenen: Die Herausforderungen für das nächste Jahrhundert sind klar: steigender Platzbedarf, begrenzte Flächen und gesellschaftlicher Wandel, der sich in veränderten Wohn- und Lebensformen, einer älter werdenden Bevölkerung und einer zunehmenden Vielfalt widerspiegelt. Die abl muss eine Vorreiterinnenrolle einnehmen, wenn es dabei um nachhaltige Stadtentwicklung und eine verantwortungsbewusste Nutzung der Ressourcen geht. Sie wird auch in Zukunft mehr als nur Wohnraum bieten – sie wird Lebensräume gestalten, die für ein gutes, solidarisches Miteinander stehen.