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14. Oktober 2026
Carry my woerdz
Das Spoken Word Festival woerdz findet dieses Jahr vom 21. bis zum 24. Oktober 2026 im Südpol statt.
Wie könnte Wohnen bei der abl in Zukunft aussehen? Erste Entwicklungsideen für die Sagenmattstrasse 7 zeigen Möglichkeiten auf: Das bestehende Gewerbegebäude könnte Platz für unkonventionelle Wohnungen, gemeinschaftliche Räume und neues Quartierleben bieten.
Mitten im Babel-Quartier steht das Druckereigebäude Bächler-Sidler, das die abl im Jahr 2015 zur Entwicklung von weiterem Wohnraum erworben hat. Die ursprüngliche Idee, das Gewerbegebäude abzubrechen und durch einen Hochhaus-Neubau zu ersetzen, ist aus heutiger ökologischer Sicht nicht mehr zeitgemäss. Nun stellt sich die Frage: Ist es möglich, in den bestehenden Strukturen und direkt neben einer 40 Meter hohen Felswand lebenswerten Wohnraum zu schaffen? Im Rahmen der vom Bund mitfinanzierten «Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung 2025–2030» ging die Metron AG in Kooperation mit den Zwischennutzungsexpert*innen von «unterdessen» im Auftrag der abl genau dieser Frage nach (siehe Box). Welche Wohn- und Nutzungsangebote braucht es an diesem Standort? Und wie entsteht eine echte Verbindung zum Quartier statt einer isolierten Insel?
Mensch vor Beton: Was braucht das Quartier?
An der Basel- und Bernstrasse begegnen sich die Bewohner*innen des Quartiers im Sentitreff, im Barbershop oder in einem der kleinen Lebensmittelläden. Solche Begegnungsorte sind unentbehrlich für das Quartierleben, durch Neubauten und Aufwertungen jedoch oft gefährdet. Das Bächler-Sidler-Gebäude bietet die Chance, Wohnen und Gewerbe zu verbinden und gleichzeitig bezahlbare Flächen für kleine Betriebe und Handwerksunternehmen zu sichern. So könnte der bestehende Quartiercharakter erhalten und um neue Orte der Begegnung ergänzt werden. Die Dachterrasse könnte hoch über dem Strassenlärm Weitblick ermöglichen und als Treffpunkt für die Siedlungsbewohnenden, vielleicht sogar für die Quartierbevölkerung den mangelnden Freiraum kompensieren.
Alles kann, nichts muss
Für eine Weiterentwicklung liegen erst konzeptionelle Ideen für Wohn- und Nutzungsangebote vor. Das Planungsteam kommt in seiner Analyse zum Schluss, dass der offene, hallenähnliche Gewerbebau grosse Flexibilität für Klein- bis Grosswohnungen und auch Spezialwohnformen wie zum Beispiel Clusterwohnungen bietet. Das Gebäude ist so massiv gebaut, dass auch eine Aufstockung um mehrere Geschosse möglich ist. Ebenso sind herkömmlichere Wohnungsgrundrisse in der Aufstockung denkbar. In den unteren Geschossen lässt sich die Wohnnutzung optimal durch gewerbliche und gemeinschaftliche Flächen ergänzen.
Kurzum: An der Sagenmattstrasse 7 sind neuartige potenzielle Entwicklungen von Wohn- und Lebensraum möglich, die eher unkonventionellen Charakter aufweisen. Die abl hat dabei das Ziel, kostengünstigen Wohnraum zu entwickeln.
Gemeinsam für mehr lebenswerten und kostengünstigen Wohnraum
Welchen Fokus soll die abl bei der Entwicklung von kostengünstigen Wohn- und Arbeitsräumen setzen? Wo soll sie Ihrer Meinung nach Kosten sparen? Welche Räume wären Sie persönlich bereit, mit Ihren Nachbar*innen zu teilen, um den Flächenverbrauch pro Person zu reduzieren? Am Genossenschaftsforum haben Sie die Möglichkeit, sich über mögliche zukünftige Wohnangebote an der Sagenmattstrasse und in weiteren Entwicklungsgebieten der abl zu informieren und diese zusammen mit Mitarbeitenden und dem Vorstand der abl zu diskutieren. Denn die Frage, wie bezahlbarer und lebenswerter Wohnraum in Zukunft aussehen soll, geht uns alle etwas an.
«Modellvorhaben Nachhaltige Entwicklung»
Die «Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung 2025–2030» sind ein Förderprogramm des Bundes, das innovative Projekte in Gemeinden, Regionen und Kantonen unterstützt. Ziel ist es, neue Lösungen für aktuelle Herausforderungen in Siedlung, Landschaft und Wohnentwicklung zu erproben. Gefragt sind neue, mutige Ansätze, die direkt angewendet und damit getestet werden. Was funktioniert, soll als Modell für andere Regionen dienen, die mit denselben Herausforderungen konfrontiert sind. Insgesamt fördert der Bund 33 Projekte aus sechs Themenfeldern – im Falle der abl ist dies «Zukunft Wohnen: Den Bestand nachhaltig nutzen und transformieren» –, die finanziell und fachlich begleitet werden. Gleichzeitig fördert der Bund den Austausch, um erfolgreiche Ansätze breit nutzbar zu machen. Unterstützt wird die abl bei der Projektumsetzung vom Schweizer Architektur- und Planungsbüro Metron AG.
Infos unter: are.admin.ch/de/modellvorhaben und metron.ch
Nur noch wenige Plätze frei – jetzt anmelden!
Das Genossenschaftsforum 2026 findet am Samstag, 28. November 2026, von 13 bis 17 Uhr mit anschliessendem Apéro an der Sagenmattstrasse 7 statt. Melden Sie sich jetzt an und sichern Sie sich einen der letzten Plätze auf abl.ch/gf. Wir freuen uns auf anregende Gespräche mit Ihnen.
| Rubrik | Genossenschaftsforum |
| Ausgabe | 10/2026 |
| Text | Caroline Käch |
| Fotografie | Stefano Schröter |
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14. Oktober 2026
Das Spoken Word Festival woerdz findet dieses Jahr vom 21. bis zum 24. Oktober 2026 im Südpol statt.
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14. Oktober 2026
Nein, das ist noch nicht die Weihnachtsausgabe des abl-Magazins. Und dennoch geht es in dieser Ausgabe um Wünsche und Bedürfnisse. Als Genossenschaft bauen und gestalten wir Wohnraum nicht für die Rendite, sondern für die Menschen, die darin leben.