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9. Juni 2021
Spannende Industriegeschichten entlang der Reuss
Vom Mühlenplatz über die Viscosistadt bis zu den Stahlwerken im Littauerboden: Die Mai-Wanderung der abl führte die Teilnehmenden einmal quer durch das Luzerner Industriegebiet.
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Für die Hauptkonferenz zur Statutenrevision Ende Mai nahmen die rund 50 abl-Mitglieder vor ihren Bildschirmen Platz.
Eine gemischte Gruppe von interessierten Genossenschafterinnen und Genossenschaftern hat im Rahmen der Gesamtrevision der Statuten online diskutiert, wie die Zukunft der abl aussehen soll. Herausgekommen sind kreative Vorschläge zu Themen wie Nachhaltigkeit, Partizipation, neue Wohn- und Lebensformen oder Diversität.
Dass eine Gesamtrevision der Statuten eine spannende Angelegenheit sein kann, zeigten rund 50 Genossenschafterinnen und Genossenschafter an einem Freitagabend und Samstagmorgen im Mai. Trotz den ersten beiden schönen Sommertagen nahmen sie zu Hause vor ihren Bildschirmen Platz, um gemeinsam online intensiv darüber zu diskutieren, was in die neuen Statuten der abl aufgenommen werden soll. «Unser Ziel ist es, dass wir Ende 2022 breit abgestützte Statuten an die Urabstimmung bringen können und im Rahmen der Mitwirkung zentrale Themen mit interessierten Mitgliedern diskutiert werden konnten», sagte abl-Präsidentin Marlise Egger Andermatt zur Begrüssung. Durch die beiden Tage leitete Paul Krummenacher von der frischer wind AG. Gleich zu Beginn untersuchte er mit einer Umfrage, wie sich die Gruppe der Teilnehmenden zusammensetzte und welche Themen auf Interessen stiessen. Die Durchmischung zwischen Mieterinnen und Mietern, Genossenschaftsmitgliedern ohne abl-Wohnung und Teilnehmenden mit Funktion bei der abl war gleichmässig verteilt. Zwei Drittel waren Männer, ein Drittel Frauen. Knapp ein Drittel wohnte alleine, rund ein Drittel mit einem Partner oder einer Partnerin und ein Drittel mit Partner/-in und Kind(ern). Nur wenige Teilnehmende lebten in einer WG oder wohnten alleine mit Kind(ern).
Wichtiges Thema: bezahlbarer Wohnraum
Gemäss Umfrage als besonders wichtig erschienen den Genossenschafterinnen und Genossenschaftern Themen wie bezahlbarer Wohnraum, Ökologie und Nachhaltigkeit, Durchmischung, Mitgestaltung der Zukunft der abl oder die Genossenschaftsidee. Um einen möglichst regen Austausch zu gewährleisten, hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich in kleinen Gruppen in einzelnen digitalen Räumen zu treffen, um dort gemeinsam zu «brainstormen».
Zentrale Fragen als Diskussionsgrundlage
Ihre Ideen hielten sie auf Arbeitsblättern fest, die am Ende den anderen präsentiert wurden. Als Diskussions-grundlage dienten Fragen wie: «Wie wollen wir in unseren Siedlungen zusammenleben?», «Was ist unser Selbstverständnis als Genossenschafterinnen und Genossenschafter?», «Was beinhaltet die abl-Genossenschaftsidee?», «Wie viel bedeutet uns Solidarität?», «Wofür stehen wir ein?» und «Wie soll die abl wachsen und sich entwickeln?».Beim Austausch wurden neben Vorschlägen zu den neuen Statuten auch kritische Worte geäussert. Insbesondere bei den Finanzen sahen manche Mitglieder Handlungsbedarf – sei es in Bezug auf die Kostenentwicklung oder die attraktive Verzinsung des Genossenschaftskapitals. Nach zwei intensiven Tagen hatten die Genossenschafterinnen und Genossenschafter acht Themenschwerpunkte erarbeitet, die später in die neuen Statuten mit einfliessen sollen. Diese lauten:
Der Vorstand der abl nimmt die Ideen entgegen. Er wird aufzeigen, wie er Empfehlungen in den Entwurf der Statuten aufnehmen kann und welche Themen und Vorschläge in andere Gefässe oder laufende Prozesse fliessen. Diese Überlegungen legt er am 28. Oktober 2021 allen Interessierten vor und holt sich dazu noch einmal Rückmeldungen ein, bevor er die Statuten fertig ausarbeitet und im nächsten Jahr den stimmberechtigten Mitgliedern vorlegen wird.
Ausstellung mit Ergebnissen und weiteres Vorgehen
Die in der Konferenz diskutierten Themen werden am Dienstag und Mittwoch, 22. und 23. Juni 2021, von 14 bis 19 Uhr öffentlich im Gemeinschaftsraum der Siedlung Himmelrich 3 ausgestellt (Eingang im Innenhof). Alle Interessierten, vor allem auch all jene, die aus technischen Gründen nicht an der digitalen Hauptkonferenz teilnehmen konnten, sind herzlich eingeladen, einen Augenschein zu nehmen. Präsidentin Marlise Egger Andermatt ist vor Ort anwesend und nimmt Inputs zu den Themen auf. Als nächstes arbeitet der Vorstand einen ersten Statuten-Entwurf mit Fokus auf die Mitwirkung aus. Diesen präsentiert er den Mitgliedern im Herbst an der Ergebniskonferenz, welche am Donnerstag, 28. Oktober 2021, abends stattfindet. Die Ergebniskonferenz steht allen Interessierten offen, hier können Sie sich bereits jetzt anmelden.
Parallel zur Gesamtrevision der Statuten läuft der Mitwirkungsprozess zum komplexen Thema Kostenmiete. Interessiert, auch hier mitzudiskutieren und mitzuentwickeln? Bitte schreiben Sie uns an info@abl.ch.
| Rubrik | Aus dem Vorstand |
| Ausgabe | 06/2021 |
| Autor | Andreas Bättig |
| Illustration | Tino Küng |
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9. Juni 2021
Vom Mühlenplatz über die Viscosistadt bis zu den Stahlwerken im Littauerboden: Die Mai-Wanderung der abl führte die Teilnehmenden einmal quer durch das Luzerner Industriegebiet.
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9. Juni 2021
Zum zweiten Mal in Folge führte die abl ihre Generalversammlung schriftlich durch. An der Restversammlung vom 17. Mai 2021 wurde die erfreulich hohe Zustimmung der Mitglieder in allen Belangen formell erwahrt.