Wirtschaftliche Nachhaltigkeit
Die Initiative «Ja zu einer lebendigen Industriestrasse» forderte, das städtische Areal an eine gemeinnützige Bauträgerin im Baurecht abzugeben. Der Fokus des Projekts liegt daher auf bezahlbarem Wohnraum und einer Überbauung, die Wohnen, Arbeiten und Kultur vereint.
Ökologische Nachhaltigkeit
In puncto ökologischer Nachhaltigkeit strebt die Kooperation für das Areal ein 2000-Watt-Zertifikat an. Auch der Baurechtsvertrag mit der Stadt Luzern sieht das so vor. Dieses Zertifikat zeichnet Siedlungsgebiete aus, die nachhaltig erstellt und betrieben werden und an einem Standort gelegen sind, wo vorhandene Mobilität genutzt werden kann. Die zentrale Lage der Industriestrasse spielt dabei in die Hände. Ausserdem wird die Siedlung «autoarm»: bloss 27 Auto-Parkplätze (davon voraussichtlich drei für die abl) und rund 600 Abstellplätze für Velos werden erstellt. Geheizt wird umweltfreundlich mit See-Energie und den Strom produzieren die Photovoltaik-Anlagen.
Soziale Nachhaltigkeit
Das Projekt basiert auf einer innovativen Organisationsform und baut auf partizipativen Prozessen. Ein Jahr lang konnten interessierte Aussenstehende in der sogenannten «Dialogphase» bei der Entwicklung des Bauprojekts mitreden. Verschiedene Arbeitsgruppen sind in Ressorts wie «Aussenraum» oder «Gewerbe» tätig. Die Kooperation unterstützt Teilnahme und Teilhabe in der Planung und im Betrieb aktiv. Gemeinsam werden die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner der Siedlung entscheiden, was mit dem Gemeinschafts- und Aussenraum passiert. All diese Massnahmen zielen darauf ab, dass die Siedlung eine lebendige wird.
Wie es weitergeht
In den kommenden Wochen wird eine Rückmeldung auf den Gestaltungsplan erwartet. Im vergangenen Oktober hatte die Kooperation diesen zur Vorprüfung bei der Stadt Luzern eingereicht. Ein bewilligter Gestaltungsplan ist der Baubewilligung übergeordnet und erleichtert die nachfolgende Baueingabe. In der Hoffnung, dass die abl-Genossenschafterinnen und -Genossenschafter den Rahmenkredit für den abl-Projektteil bewilligen, plant die KIL, im Frühjahr 2022 das Baugesuch des Gesamtprojekts bei der Stadt einzureichen. Die Stadt wird das Vorhaben prüfen und hoffentlich bis Ende 2022 bewilligen. Wenn keine Einsprachen eingehen, könnte Anfang 2023 der Baustart erfolgen. Entsprechend ziehen die Mieterinnen und Mieter voraussichtlich ab 2024 in den ersten Teil der Siedlung ein, wobei der abl-Teil als Letztes fertiggestellt wird und vermutlich 2026 bezugsbereit ist.