Erwartungen übertroffen
Bei einem samstäglichen Besuch im Hirtenhof in der Nähe der abl-Siedlung Studhalden wirkt der «Nachschub»-Laden immer noch etwas provisorisch. Ein paar Gemüse- und Brotkisten stehen auf dem Boden, Reis und Linsen sind in Gläser abgefüllt. Eine Kundin fragt im Vorbeigehen nach fluoridfreier Zahnpasta, eine junge Familie kauft frisches Brot, eine ältere Dame erkundigt sich, ob der Verkauf hier öfters stattfindet. «Wir hatten trotz Anfangsschwierigkeiten einen tollen Start», erzählt Eliane Müller. Die Verkäufe an den einzelnen Standorten seien zwar schwankend gewesen, insgesamt hätten sie die Erwartungen aber bei Weitem übertroffen. «Viele waren überrascht vom grossen Sortiment und wir konnten schnell eine solide Stammkundschaft aufbauen.»Teil des Konzepts ist auch, die Quartiere zum Leben zu erwecken. Nachbarinnen und Nachbarn sollen sich für einen spontanen Austausch treffen können. Nebst jenen, die aus ethischen Gründen bewusst bei «Nachschub» vorbeischauen, gibt es immer wieder spontane Kundinnen und Kunden, die im Vorbeigehen auf den mobilen Laden aufmerksam werden.
Ehrgeiziges Ziel
Von Mai bis Oktober war der «Nachschub»-Laden im Hirtenhof und im Obergütsch- und Büttenenquartier präsent. Aufgrund der Corona-Pandemie und wegen der Schwierigkeiten mit dem Fahrzeug können im Moment nicht mehr Standorte bedient werden.Sobald das neue Fahrzeug einsatzbereit ist, will «Nachschub» wieder Gas geben. «Das grosse Ziel ist, dass wir an sechs Tagen die Woche unterwegs sein können», sagt Eliane Müller. Dafür ist die Genossenschaft auf der Suche nach weiteren Freiwilligen.