Anfangs blieb die Resonanz verhalten: Nur wenige Mieter*innen meldeten sich, um Abfall vor ihrer Haustür zu beseitigen. Verständlich, denn andere Freizeitangebote locken mehr. Hinzu kommen unterschiedliche Vorstellungen: Wo hört die Eigenverantwortung auf? Wie sauber soll der Aussenraum sein? Die abl plädiert dafür, den eigenen Müll richtig zu entsorgen und «ein Fötzeli» auch mal selbst aufzuheben. Nicht zuletzt, weil die Unterhaltsarbeiten nicht alles auffangen können und sollen. Diesem Ansatz kamen 47 Personen in den Siedlungen Mittlerhus, Obermaihof, Himmelrich, Weinbergli, Tribschenstadt und Studhalden nach. Kurz vor Anmeldeschluss fanden sich für die «Jahrhundertputzete» schlussendlich 15 Gruppen zusammen. Bei einem Stück Abfall aufheben blieb es nicht – die Aktion hinterliess ganz unterschiedliche Eindrücke.