Entgegen den Vorstellungen des Vorstands haben die Lohnlimite und der Vergütungsbericht Eingang in die Statuten gefunden. Für den Vorstand war es wichtig, die Mitwirkung und Mitsprache zu den neuen Statuten gerade auch zu strittigen Themen konsequent durchzuziehen. In die gleiche Richtung für ein Mehr an Demokratie ging auch sein Vorschlag für neue Formen der Generalversammlungen auch mit schriftlichen und digitalen Optionen. Statt eines Vorwärts bleibt es hier bei den alten Statuten.
Die neuen Schwerpunkte in den Statuten, nämlich Nachhaltigkeit, das Bekenntnis zur Gemeinnützigkeit mit der Aufnahme der Kostenmiete, Mitwirkung und Solidarität, sollen in der zukünftigen Strategie wegweisend sein. Gerade der Grundsatz der Nachhaltigkeit in seinem ganzheitlichen Verständnis spricht für eine weitsichtige Ausrichtung unserer Genossenschaft, die soziale, ökologische und ökonomische Faktoren gleichermassen berücksichtigt. Die neue Strategie der abl wird eine Nachhaltigkeitsstrategie sein. Diese wird bereits jetzt für die neue Strategieperiode 2024–2028 aufgegleist.
Bei den strategischen Schwerpunkten Wachstum und preisgünstiger Wohnraum wurde denn auch der Nachhaltigkeit höchste Priorität eingeräumt. Politisch hat die abl die Klimaziele der Stadt unterstützt, die auch ihren Zielen entsprechen. Die abl ist mit grossen Schritten auf dem Weg zur Klimaneutralität, die sie im Jahr 2032 mit entsprechenden Massnahmen gemäss Energiepfad erreichen will.
Die Themen, welche dieses Jahr die ganze Welt bewegen, sind für alle spürbar. Klimakrise, Ukrainekrieg wirken sich im Sozialen wie auch in der Energieversorgung aus. Steigende Kosten und Lieferprobleme betreffen unmittelbar auch unsere Projekte. Die abl stellte Wohnraum für ukrainische Flüchtlinge zur Verfügung und setzte ein Zeichen der Solidarität.
Eine Genossenschaft kann nicht alle Probleme im Wohnen und Zusammenleben lösen, aber sie kann viel bewirken. Mit vielfältigen Wohnraumangeboten kann sie zu einer guten Durchmischung beitragen. Das wird für die Zukunft noch wichtiger werden, da wir in der Stadt auf einen Leerwohnungsbestand von unter einem Prozent gerutscht sind. Die zukünftige Entwicklung setzt Handlungsspielraum voraus. Weiter bauen, weiter wachsen für unsere vielen Mitglieder aus allen Generationen, Bevölkerungsschichten und Kulturen soll erklärtes Ziel der abl bleiben. Sei dies auf städtischen Arealen im Baurecht oder auch mit der Nutzung von Chancen, die sich auch auf dem Markt bieten. Dafür braucht es Ressourcen, Weitsicht und Mut zur Innovation.
Wir pflegen einen offenen Austausch weit über unsere Genossenschaft hinaus – in den Kooperationen sowie im Umfeld der gemeinnützigen Wohnbauträger in Stadt und Agglomeration Luzern auch mit Behörden, Politik, Hochschulen und anderen Institutionen.
Die abl richtet den Blick auf neue Wohnformen und innovative Projekte für ein Wohnen in jeder Lebensphase. Die Besichtigung des Zollhauses in Zürich im Austausch mit der Genossenschaft Kalkbreite sowie ein Besuch der Familienheimgenossenschaft Zürich im Himmelrich 3 bringen wertvolle Impulse. Impulse für das Bauen in die Zukunft.