Grünauring
Jetzt geht es voran
Nach langer Wartezeit auf die Baubewilligung wurden die Sanierungsarbeiten am Grünauring zu Beginn des Jahres endlich wieder aufgenommen. Nun wird das Hochhaus zusätzlich fit für die Zukunft gemacht.

Ein Blick zurück und nach vorn zeigt, was im und um das Hochhaus im Littauerboden bereits umgesetzt wurde und was noch folgt.
Mehr als geplant
Ursprünglich war vorgesehen, die Küchen und Bäder zu sanieren, da sie das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hatten. Bei den routinemässigen Schadstoffuntersuchungen zur Vorbereitung des Bauvorhabens folgte die unerwartete Entdeckung: Fachleute wiesen in den Wohnungen Naphthalin nach.
Dieser Befund machte deutlich, dass die Sanierung umfassender ausfallen muss als ursprünglich geplant. Die abl entschied sich deshalb, die Sanierung ganzheitlich anzugehen: Ziel ist es, die Wohnqualität spürbar zu verbessern und die Lebensdauer des Gebäudes zu verlängern. Dies stets mit Blick auf ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis.
Die Böden und – wo erforderlich – auch die Wände wurden zurückgebaut und anschliessend mit einer Schutzfolie abgedichtet. Dadurch sind die Schadstoffe sicher abgeschirmt und stellen keine Gefahr mehr für künftige Mieter*innen dar.
Das zweistöckige Flachgebäude am Grünauring 8 und 10 mit vier Wohnungen sollte nicht saniert werden, da die neuen Mietkosten zu hoch ausgefallen wären und auch die Wohnungen im Hochhaus zusätzlich belastet hätten. Stattdessen baute man es zurück, um den erforderlichen Aussenraum für das Hochhaus zu schaffen und die Gesamtanlage aufzuwerten.

Moderner und nachhaltiger
Die Bagger waren abgezogen, doch weiter ging es nicht: Ohne Baubewilligung musste das Projekt vorerst pausieren. Ende 2025 eingetroffen, können die Arbeiten nun endlich fortgesetzt werden. So werden alle Küchen, Bäder und Waschräume vollständig erneuert und auf den heutigen Standard gebracht. Auch die haustechnischen Installationen werden modernisiert. Neue Türen, eine Bodenheizung und eine verbesserte Schalldämmung sorgen künftig für einen angenehmeren Alltag. Ein grösserer Lift, der neu auf der Höhe der Wohnungseingänge und nicht auf Höhe Treppenpodest hält, gewährleistet nun einen barrierefreien Zugang zu allen Wohnungen.
Auch in Bezug auf Sicherheit, Energie und Langlebigkeit wird das Gebäude weiterentwickelt. Mit dem neuen Liftschacht und zusätzlichen Betonwänden wird die Erdbebensicherheit erhöht. Energetisch ist das Haus bereits gut aufgestellt. Fassade und Fenster bleiben erhalten und bekommen lediglich einen neuen Anstrich. Im Rahmen der abl-Energiestrategie wird die Heizung ersetzt und das Gebäude an das Fernwärmenetz angeschlossen. Zusätzlich produziert eine Photovoltaikanlage auf dem neuen Flachdach künftig eigenen Strom.
Das «Grün» in den Grünauring holen
Wo einst das zweistöckige Flachgebäude mit grossem Asphaltvorplatz für die Garagen im Erdgeschoss stand, wird ein naturnaher, lebendiger Ort zum Verweilen, Begegnen und Spielen entstehen. Bäume und Sträucher gliedern das Areal in unterschiedliche Bereiche, die sowohl Rückzug als auch Gemeinschaft ermöglichen. Geplant sind Spielangebote für Kinder, offene Flächen, Sitzgelegenheiten, ein gedeckter Unterstand mit Pergola sowie ein Nutzgarten. Ob gemütliche Grillabende oder spontanes Zusammensein – hier entsteht Platz für Gemeinschaft, Biodiversität und ein lebendiges Mitei-nander in einem grünen Grünauring.
Ein Quartier im Aufbruch
Auch die Stadt Luzern sieht das Potenzial, welches im Grünauring schlummert. Vorgesehen ist eine vollständige Oberflächensanierung mit einer Optimierung insbesondere für den Fussverkehr. Breitere Gehwege, mehr Grünflächen und eine klarere Verkehrsführung sorgen für mehr Sicherheit und eine höhere Aufenthaltsqualität.
Parallel zu den Sanierungen im Grünauring wird das ganze Umfeld des gegenüberliegenden Bahnhofs neu gedacht und schrittweise umgebaut. Die SBB erneuern seit 2024 den Bahnhof technisch, damit der Bahnübergang kürzer schliesst und es weniger Stau gibt. Gleichzeitig plant die Stadt einen neuen Bushof und eine zusätzliche Querung für Fussgänger*innen. In einer städtebaulichen Studie wird alles koordiniert, damit der Bahnhof Littau zu einer modernen Verkehrsdrehscheibe mit aufgewertetem Aussenraum wird.
Sofern alles so läuft wie geplant, soll im Frühling 2027 wieder Leben in das Hochhaus kommen. Die Erstvermietung ist auf Herbst 2026 geplant und so können die Mieter*innen den Frühling im nächsten Jahr bereits in ihrem neuen Zuhause im Grünauring begrüssen.
Projekt Grünauring
Unter abl.ch/gruenauring finden Sie weitere Informationen. Wer sich auf dem Laufenden halten möchte, kann sich dort auch für den Projektnewsletter anmelden.
Die Daten zur Erstvermietung werden als erstes über diesen Projektnewsletter kommuniziert.






