Beim Kompostieren zersetzen Mikroorganismen und Kleinstlebewesen die organischen Substanzen. Dabei entsteht nebst hochwertigem Humus auch Wärme (links). Der Kompostwurm (rechts) ist einer dieser effektiven und nützlichen Helfer.
Kompostieren statt Meditieren
Fredy und Ruth Kolb, die offiziell den Chefposten innehat, haben schon lange nach Nachfolgern für die Mithilfe beim Kompostieren gesucht. Vor allem mit der rund 20 Jahre jüngeren Ruth Donath wurden sie nun endlich fündig. «Andere meditieren, ich helfe beim Kompost mit», sagt sie und lacht. Man könne dabei eben nicht nur etwas Gutes tun, sondern auch den Kopf auslüften und ein bisschen schwatzen. Ohnehin war das Zusammensein schon immer ein wichtiger Bestandteil der kleinen Gruppe, den insbesondere Ruth Kolb gerne gepflegt hat. «Wir alle machen diese Arbeit ja kostenlos», sagt sie, «deshalb fand ich es immer wichtig, dass wir es auch gut miteinander haben und ab und zu gemütlich beisammensitzen.» Zu diesen Gelegenheiten hat sie jeweils gern für das leibliche Wohl der Gruppe gesorgt.Das ist genau das, was auch Martha Fuchs am Kompostplatz Mittlerhus schätzt. «Am Abend kommen die Leute vorbei und wir tauschen uns aus.» Dank den Verkäufen der Kompostsäcke reichte es im Herbst zudem jeweils für einen Ausflug. Doch auch hier fehlt es an Menschen, die sich verbindlich verpflichten, beim Kompostieren mitzuhelfen. Einzelne springen ab und zu ein.Genauso wie Fredy Kolb hat auch Martha Fuchs jahrelang die Umgebungsarbeiten in ihrer Siedlung gemacht. Sie beide sind verbunden mit dem Grün um sie herum, und wenn sich die Zeiten ändern, tut das manchmal auch ein bisschen weh. Im Grossen und Ganzen blicken trotzdem beide positiv in die Zukunft und finden, ein paar Jahre mögen sie schon noch Grüngut umschichten. Spätestens, wenn Martha Fuchs die Erde durch ihre Hände rieseln lässt und sich ob der einwandfreien Qualität erfreut, weiss man auch warum.
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