Von aussen gleicht das iHomeLab einer Raumstation aus einem Science-Fiction-Film. Der ovale Container, dessen Fassade in Metall eingefasst ist, könnte genauso gut auf dem Mars anstatt in Horw stehen. Doch nicht nur die Hülle des 2007 erbauten Forschungszentrums für Gebäudeintelligenz ist futuristisch, auch sein Inneres. Wie dieses aussieht, das wird Dieter von Arx, Leiter des iHomeLab-Visitorcenters der Hochschule Luzern – Technik & Architektur, gleich zeigen.
Bereits die Eingangstüre zum iHomeLab wartet mit einer Überraschung auf. Sie hat kein Schloss. Stattdessen begrüsst uns Haus-Butler James, eine künstliche Intelligenz (KI), die nun eine Identifizierung fordert. Für von Arx ist es natürlich kein Problem, von James eine Zutrittsberechtigung zu bekommen. Folgsam öffnet die KI die Türe.
Möglichst viele Daten sammeln
Das Innere des iHomeLabs besteht aus einer Lounge mit Sofas und einem Versuchslabor. Befänden wir uns in einem James-Bond-Film, Wissenschaftler Q würde uns nun begrüssen. Doch statt Q ist noch immer Butler James an unserer Seite, der jeden Schritt überwacht. Überwachung ist ein zentrales Thema des Hauses der Zukunft – mit all ihren Vor- und Nachteilen. Sie kann für mehr Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner sorgen, für eine effizientere Stromversorgung und mehr Komfort. Dafür muss das System aber möglichst viele Daten der Hausbewohner sammeln. «Viele Besucherinnen und Besucher des Labs äussern diesbezüglich Bedenken und sorgen sich um ihre Privatsphäre», sagt von Arx. Doch möglichst viele Daten allein zu sammeln nütze nichts. Sie müssten auch richtig ausgewertet und interpretiert werden. «Hier kommt wiederum der Mensch ins Spiel, der den Maschinen das Interpretieren beibringt», sagt von Arx.