Wiederkehrendes Schicksal führte zu Geistesblitz
Seine Inspiration für die Geschichte fand Brühwiler, der sich selbst als «Comiczeichner, Geschichtenerfinder, Cartoonist und Träumer» bezeichnet, jedoch nicht etwa beim Sinnieren über das Ordnungsbewusstsein seiner Ateliergemeinschaft. Immer freitags ist Brühwiler zu Hause fürs Haushalten, Putzen und die Kinder zuständig. 11 und 8 Jahre alt sind die beiden, eine Tochter, ein Sohn. Und wer ebenfalls Kinder hat, kann sich wohl vorstellen, wie es an einem normalen Tag jeweils in der 4.5-Zimmer-Wohnung der Familie Brühwiler am Mittlerhusweg in Kriens aussieht. «Als Familienvater räume ich regelmässig auf. Mit und ohne Hilfe meiner Kinder.» Dieses immer wiederkehrende Schicksal vom Chaos und dem darauffolgenden Aufräumen brachte ihn auf die Idee. Ein Aufräum-Roboter, das wärs! «Und weil ich weder Ingenieur noch Techniker bin, habe ich halt einfach einen gezeichnet und gleich noch eine Geschichte drum herum erfunden.» So ist Kosmos entstanden, der erste Aufräum-Roboter der Welt.
Ausbildung in der Hochburg der Comicstrips
Geschichten erfinden. Das tat Jonas Brühwiler schon immer gerne. Schon früher, in der Primarschule, zeichnete er während des Matheunterrichts statt Formeln lieber Comic-Figuren auf das Papier vor ihm. Er wollte die Welt bereisen, wie Tim und Struppi. Oder Römer («die spinnen!») in den Boden stampfen, wie Asterix und sein Hinkelstein tragender Kumpane. Seine Begeisterung für Bildergeschichten hat er bis heute nicht verloren. «Es ist faszinierend, wie die Bilder eines Comicstrips lebendig werden, wenn wir die Zwischenräume mit unserer Vorstellungskraft füllen», sagte er einmal in einem Interview. Sein Handwerk lernte Brühwiler unter anderem während eines zweijährigen Studiums an der Kunsthochschule St-Luc in Brüssel. Dort, in der Hochburg des Comicstrips, lernte der Krienser alles überFarben, Techniken und das Geschichten-Erzählen. Trotz seiner Ausbildung kann Brühwiler nicht zu hundert Prozent vom Zeichnen, Malen und Schreiben leben. Die Hälfte der Woche arbeitet er als Primarlehrer in Malters. Auch wenn ihm der Lehrerjob gefällt, so träumt er dennoch davon, irgendwann ganz auf die Comics setzen zu können.