In eigener Sache

Dank Förderung noch mehr Service

Die abl-Serviceleute werden immer mehr zu Multitalenten.

Wenn ein Kühlschrank aussteigt, die Heizung streikt oder der Wasserhahn tropft, ist das sechs Fachleute zählende Serviceteam der abl zur Stelle. Künftig geht es mit noch mehr fachlichen Kompetenzen ans Werk.

Seit der Erweiterung der Geschäftsleitung ist der Leiter Technische Bewirtschaftung, Roland Gasser, auch mit dabei. Er führt die Abteilungen Malerei, Gärtnerei und Serviceteam. Der Einsitz in der Geschäftsleitung ist indessen nicht die einzige Veränderung, vielmehr wandelt sich die Rolle des Servicemitarbeiters: «Für uns ist seit geraumer Zeit klar, dass wir uns stärker an der Branche orientieren möchten», sagt Gasser.
Er startete Anfang des letzten Jahres gemeinsam mit einem Projektteam die Erarbeitung eines Konzepts für die Optimierung der technischen Bewirtschaftung. Dabei sei es ihm stets ein Anliegen gewesen, dass das Konzept für die abl nachhaltig und sinnvoll sei. Zentrale Werte der abl wie Verantwortungsbewusstsein und Genossenschaftskultur sollen berücksichtigt werden. Ersteres zeigt sich im Entscheid, auf das bestehende Team zu setzen und es zu fördern: «Ziel ist, das bestehende Team zu befähigen, ihr Fachwissen zu erweitern wie auch ihre Sozialkompetenz in den Siedlungen gezielt einzusetzen», sagt Gasser. Bereits heute übernähmen Mitarbeitende diesbezüglich eine zentrale Rolle und seien nicht selten die erste Anlaufstelle für Fragen und Anliegen. Genossenschaftskultur im Kleinen, wie ein Gespräch im Treppenhaus oder ein Pausenkaffee, soll weiterhin ihren berechtigten Platz haben.

Neue Aufgabenfelder, viel Abwechslung
Heute bringen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ­unterschiedliche berufliche Hintergründe mit: von handwerklichen Ausbildungen bis zur klassischen Ausbildung zum Hauswart. Die Technische Hauswartin oder der Technische Hauswart der Zukunft übernimmt neben Reparaturen auch Reinigungsaufgaben, Kontrollgänge und Umgebungsarbeiten. Die neuen Aufgabenfelder bedeuten, dass die Mitarbeitenden ihr Wissen in den Bereichen Reinigung und Reparatur erweitern. Die Förderung bezieht sich deswegen auch auf vielseitige Weiterbildungen: externe im Bereich Reinigung, interne Workshops im Bereich Selbst- und Sozialkompetenz und ein Praxisaustausch, um handwerkliche Fertigkeiten zu vertiefen.
Während sich das Team in den Weiterbildungen theoretisches Wissen aneignet, hat es während des Praxisaustausches die Möglichkeit, das Gelernte direkt anzuwenden. Einmal monatlich erledigen die Mitar­beitenden in kleinen Teams die Aufträge gemeinsam. Wegen ihrer unterschiedlichen Hintergründe können sie einerseits eigenes Know-how vermitteln und andererseits Neues dazulernen: Sie schlüpfen abwechslungsweise in die Rolle des Experten/der Expertin oder der/des Lernenden.

Veränderte Abläufe, bessere Kommunikation
Branchenangleichung bedeutet auch, dass die Effizienz gesteigert und die Qualität gesichert werden kann. Das Konzept verspricht insofern Effizienz, als das Team mehrere Berufsgattungen abdeckt und deswegen diverse Aufträge rasch und intern erledigen kann.
Für die Qualitätssicherung ist eine digitale Lösung angedacht, die gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen soll: automatisierte Kommunikation mit der Mieterschaft und Einsparung von Ressourcen. Schadenmeldungen, die heute über mehrere Stellen weitergeleitet werden, gelangen stattdessen direkt zum Team. Ähnlich wie bei der Post können die Mieterinnen und Mieter den Status ihrer Meldung mitverfolgen und treten mit den Mitarbeitenden direkt in Kontakt. Bis zur Umsetzung wird noch etwas Zeit verstreichen. Fest steht, dass die Übergangsphase bis Ende dieses Jahres andauern wird.