Vergissmeinnicht
Am Puls der Stadt
Vor zwanzig Jahren war der Neubau der abl in der Tribschenstadt fertig: 85 Wohnungen, zwei Pflegewohnungen, fünf Ateliers und ein Restaurant konnten bezogen werden.

Mit dem Bau habe die abl «ein neues Gesicht bekommen», hielt die damalige abl-Präsidentin Ursula Stämmer-Horst im Geschäftsbericht 2006 fest. Die abl positioniere sich mit einem neuen Selbstverständnis, indem «das Portefeuille der Liegenschaften» ergänzt werde «mit grosszügigen Wohnungen für Stadtmenschen, welche die Vorzüge der Lage, aber auch das durchmischte Umfeld am Puls der Stadt und die Architektur geniessen».
Ein Teil der abl-Siedlung hat die Adresse Werkhofstrasse. Diesen Namen trägt die Strasse seit 1928 und erinnert so daran, was vor dem Bau der Tribschenstadt unter anderem auf dem Areal zu finden war. Auf dem Bild von 2002 sieht man den städtischen Werkhof von der Ecke Werkhofstrasse/Bürgenstrasse aus aufgenommen.
1906 verlegte die Stadt Luzern den Werkhof vom früheren Gaswerkareal im Vögeligärtli ins damals praktisch unbebaute Tribschenmoos. Über die Jahrzehnte wurden verschiedene Werkhöfe und Lager auf dem Gebiet konzentriert und kleinere Gebäude und Hallen erstellt. Das Stadttheater richtete 1969 seine Werkstätten an der Bürgenstrasse ein, 1978 zog das Jugendhaus «Wärchhof» in ein ehemaliges Werkstattgebäude des Strasseninspektorats an der Werkhofstrasse 11. Nach Planungsarbeiten in den 1990er-Jahren wurde ab 2000 auf dem Areal die Grossüberbauung Tribschenstadt realisiert, unter anderem mit Beteiligung der abl. Der städtische Werkhof war in diesem Zusammenhang bereits 1996 an die Reusseggstrasse im Ibach verlegt worden.
Bild: Stadtarchiv Luzern, F2a/STRASSEN/WERKHOF-STRASSE 9:1; Foto Stefano Schröter, Luzern, 2002.
«Vergissmeinnicht» wird von Florian Fischer betreut. Er ist Co-Leiter des Stadtarchivs Luzern und abl-Mieter.




























































