Aus dem Vorstand
Ein neues juristisches Gewissen
Zwei hervorragend qualifizierte Kandidatinnen möchten die Nachfolge von Vorstandsmitglied Bruno Roelli, der auf die nächste Generalversammlung vom 8. Juni 2026 seinen Rücktritt angekündigt hat, antreten. Lernen Sie sie hier kennen.

Seit 2018 ist Bruno Roelli das juristische Gewissen des abl-Vorstands. Mit viel Herzblut und hoher Fachkompetenz hat er die Arbeit des Vorstands mitgeprägt. Nun hat er auf die Generalversammlung 2026 hin seinen Rücktritt bekanntgegeben. Er wolle jüngeren Mitgliedern Platz machen, insbesondere Frauen. Für sein grosses Engagement und seinen vorausschauenden Entscheid danke ich ihm im Namen des gesamten Vorstands herzlich.
Sein Plan scheint aufzugehen: Für die Neubesetzung des Ressorts Recht & Compliance schlägt der Vorstand mit Judith Andenmatten und Luzia Vetterli zwei hervorragend qualifizierte Kandidatinnen vor. Eine Findungskommission bestehend aus Thomas Müller, Melanie Vonmüllenen und mir, Marcel Budmiger, sichtete die sieben eingegangenen Bewerbungen und führte mit fünf Personen vertiefte Gespräche. Besonders überzeugt haben drei Persönlichkeiten, zwei stellen sich nun der Wahl. Eine Kandidatin wollte sich keiner Kampfwahl an der GV stellen und zog sich während des Verfahrens zurück.
Judith Andenmatten und Luzia Vetterli bringen einen breiten juristischen Erfahrungsschatz sowie strategische Kompetenzen mit. Beide stehen für eine engagierte und verantwortungsvolle abl. Der Vorstand ist überzeugt, den Mitgliedern zwei ausgezeichnete Persönlichkeiten zu präsentieren, und verzichtet auf eine Empfehlung.
Die unterschiedlichen Profile der Kandidatinnen bieten den Genossenschafter*innen an der GV eine echte Alternative. Die abl-Mitglieder haben nun die Wahl, für wen sie sich entscheiden. Ich lade Sie ein, von Ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und die Zukunft der abl aktiv mitzugestalten.

Judith Andenmatten
37-jährig, Luzern
Notarin und Rechtsanwältin in der Kanzlei Andenmatten Notariat & Advokatur, Inhaberin des Anwalts- und Notariatspatents des Kantons Luzern
Was verbindet Sie mit der abl?
Als Notarin und Rechtsanwältin begleite ich täglich Transaktionen rund um Liegenschaften und erlebe konkret, wie entscheidend es ist, wer Boden besitzt und mit welchem Ziel. Die abl steht für mich für langfristiges Handeln, bezahlbaren Wohnraum und eine lebendige, durchmischte Stadt. Als Stadtluzernerin, Mutter und abl-Mitglied ist mir dies persönlich ein echtes Anliegen.
Warum sollten die Genossenschafter*innen Sie in den Vorstand wählen?
Ich bringe einen Kompetenz-Mix als Ergänzung zum bestehenden Vorstand mit: fundiertes Fachwissen in Arealentwicklung, Immobilien- und Genossenschaftsrecht, tiefe Expertise in Energiethemen sowie strategische Erfahrung als langjähriges Verwaltungsratsmitglied. Mein Ziel ist es, die abl rechtlich abgesichert und ökologisch fit in die Zukunft zu führen.
Wo sehen Sie das grösste Entwicklungspotenzial bei der abl?
Stellen Sie sich vor: Jede*r Mieter*in profitiert direkt vom Solarstrom des Genossenschaftsdachs, unabhängig davon, welche Photovoltaikanlage auf welchem Areal wie viel Strom produziert. Seit 2026 ist dies möglich. Die abl kann arealübergreifend innerhalb einer Gemeinde eine lokale Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) gründen. Das würde den genossenschaftlichen Grundgedanken auf die Energiezukunft übertragen und das Nachhaltigkeitsversprechen der abl mit echter Substanz füllen.

Luzia Vetterli
44-jährig, Luzern
Dr. iur., Rechtsanwältin in der Kanzlei Rudolf & Bieri, Inhaberin des Anwaltspatents des Kantons Luzern
Was verbindet Sie mit der abl?
Stadt- und Wohnraumpolitik und Architektur interessieren mich schon seit Langem. Genossenschaften sind meiner Meinung nach die einzig richtige Antwort auf die anhaltende Preisspirale auf dem Wohnungsmarkt und auf die immer dreister werdenden kommerziellen Vermieter*innen. Auch das gemeinsame Zusammenleben in einer Genossenschaft mit Nachbarschaftshilfe, Solidarität, gemeinsamer Gestaltung der Lebensumgebung, Tauschbörsen usw. ist für mich zukunftsweisend. Weil mich die Werte überzeugen, bin ich schon seit vielen Jahren abl-Mitglied.
Warum sollten die Genossenschafter*innen Sie in den Vorstand wählen?
Ich bringe viel Erfahrung mit. Einerseits Erfahrung aus dem Mietrecht: Als ehemalige Vizepräsidentin und aktuell präsidierendes Mitglied der Schlichtungsbehörde kenne ich mich mit Kostenmiete, Nebenkostenabrechnungen, Mängelrechten usw. aus. Zudem kann ich gut vermitteln und tragbare Lösungen erarbeiten. Andererseits Erfahrung aus der Politik: Ich weiss aus meiner Zeit als Mitglied des Grossen Stadtrates viel über die städtische Wohnraumpolitik und deren Akteur*innen.
Wo sehen Sie das grösste Entwicklungspotenzial bei der abl?
Die abl ist toll, so wie sie ist. Nun müssen wir unsere Energie darin investieren, dass sie auch so bleibt: mit qualitativ hochstehendem, aber preiswertem Wohn- bau, mit innovativen Sozialprojekten, mit modernen Ideen für das Zusammenleben der Zukunft und mit einem stets offenen Ohr für alle Mieter*innen.












































































