Entwicklung der abl begleitet
Während seiner aktiven Zeit in verschiedenen Funktionen hat sich die Genossenschaft entwickelt und ist um einige hundert Wohnungen gewachsen. Hugo Weibel hat zu dieser rasanten Weiterentwicklung beigetragen: zum Beispiel in der Studhaldenhöhe, wo bis 1983 weitere drei Siedlungen dazukamen, oder in der Brunnmatt, der ersten abl-Siedlung in Kriens, wo 84 Wohnungen entstanden. Während seiner zehnjährigen Präsidialzeit kam die grössere Krienser Überbauung Mittlerhus mit insgesamt 140 Wohnungen hinzu. Und: Die abl war in diesen 90er-Jahren auch als Käuferin aktiv. Sie erwarb die Liegenschaften Untergrund 3, Schachenweid in Ebikon und die Siedlung Hochrüti.
Sozial und solidarisch
Im Vordergrund von Hugo Weibels Engagements für die abl standen der soziale Gedanke und die Solidarität: «Er hat sich stets für die Arbeiterbewegung in Luzern, für soziale Fragen und für die abl eingesetzt», erinnert sich sein langjähriger Vorstandskollege und Nachfolger Werner Schnieper. Bei der abl setzte sich Hugo Weibel immer mit Vehemenz und Überzeugung für das Gemeinwohl ein und vertrat die Interessen der abl – und dies laut und deutlich. Auch für das Personal hatte er ein offenes Ohr, und wie Barbara Brügger, Leiterin Kaufmännische Bewirtschaftung, betont, sei er immer für das Wohl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedacht gewesen.
Mit Widerstand gerungen
Seine Zeit als Präsident war eine bewegte Phase in der Geschichte der abl. Als überzeugter Genossenschafter forderte er den Genossenschaftsgedanken und die Solidarität ebenfalls von den Mitgliedern ein. Ungewohnten Widerstand gab es etwa gegen das Erneuerungsprojekt mit Dachausbauten im Breitenlachen, das erst im zweiten Anlauf und mit viel Kommunikation umgesetzt werden konnte. Das «Feuer im Dach» gab ihm zu denken, denn er war überzeugt von dieser Verdichtung einer Siedlung, bei der kein zusätzliches Land beansprucht werden musste. Kritik musste der Vorstand auch wegen einer generellen Mietzinsanpassung einstecken; die Art und Weise der Kritik machte Hugo Weibel zu schaffen.