Was verbindet Sie mit der abl?
Ich stamme aus einer armutsbetroffenen Grossfamilie und kenne die Wichtigkeit zahlbarer Mieten. Als Sozialarbeiter liegen mir Stadtentwicklung und Partizipation am Herzen. 2016 habe ich als Präsident der Grünen die Bodenitiative lanciert, damit die Stadt ihr Land Genossenschaften im Baurecht abgibt.
Warum sollten die Genossenschafter/-innen Sie zum Präsidenten wählen?
Ich bringe langjährige Führungserfahrung und Ausbildungen in Betriebswirtschaft sowie Sozialarbeit mit. Ich weiss, was es heisst, ein KMU mit 200 Mitarbeitenden, komplexen Projekten und einem grossen Umsatz zu leiten. Aktuell habe ich die Federführung bei einem grossen Bauprojekt im Umfang von 50 Millionen Franken, davon kann die abl profitieren.
Was wäre Ihre erste Amtshandlung?
Vertiefte Gespräche mit vielen Genossenschafter/-innen, dem Vorstand, der Geschäftsstelle und der GPK zwecks Vertrauensaufbau. Ich will den Puls der Basis spüren.
Wo sehen Sie das grösste Entwicklungspotenzial bei der abl?
Es braucht zusätzliche Kleinwohnungen, da es immer mehr Einpersonenhaushalte gibt. Dazu gehören neben Singles viele Menschen, die im hohen Alter (über 80) noch selbstständig zu Hause leben. Für sie braucht es mehr altersgerechte Wohnungen, damit sie im Quartier bleiben können.
Was möchten Sie als Präsident bei der abl bewegen?
Das Vertrauen und den Einbezug von Genossenschafter/-innen möchte ich stärken und den Dialog fördern. Klarer Fokus auf die Erhöhung der Anzahl Wohnungen, etwa durch den Zukauf von Liegenschaften. Schaffung von Wohnungen mit geringer Fläche und einfachem Standard für Menschen mit knappem Budget, Einzelpersonen und Familien. Den Verwaltungsaufwand gilt es kritisch zu prüfen.