Paul Krummenacher
Am 28. und 29. Mai 2021 findet die Hauptkonferenz statt – und zwar digital, mit dem Konferenztool Zoom. Wie dürfen wir uns das vorstellen?
Die Skepsis gegenüber Grossgruppenveranstaltungen war auch schon gross, als wir diese noch in den grossen Sälen physisch durchführten. «Wie sollen hundert, zweihundert oder noch mehr Menschen in eine gemeinsame Diskussion kommen?» Das Erfolgsrezept: Sowohl analog wie digital findet der grösste Teil der Konferenz in immer wieder wechselnden Kleingruppen statt. An unserer Hauptkonferenz diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in immer wieder wechselnden Sechsergruppen, und sie werden auch erfahren, wie die Diskussion in den anderen Gruppen verlief. Als Teilnehmende kommen sie so mit ganz vielen unterschiedlichen Menschen aus dem abl-Universum in Kontakt. Gemeinsam werden sie ausloten, was die abl kann, was sie soll, aber auch, was sie nicht soll. Diese rege Auseinandersetzung mit engagierten Menschen ist die Würze dieser Konferenzen – auch digital.
Wie können Menschen abgeholt werden, die keinen Zugang zur digitalen Welt haben?
Die abl bietet an, dass all jene, die an der digitalen Zoom-Konferenz nicht teilnehmen können, ihre Vorstellungen in einem Interview persönlich einbringen. Wir werden allen, die sich angemeldet haben, verschiedene Formen der Unterstützung anbieten, damit die Technik keine Hürde sein wird. Wir empfehlen zudem immer wieder, sich hier die Unterstützung von Nachbarn, Kindern und Grosskindern zu holen. Die finden das nämlich toll, wenn die «Nicht-Digitalen» sich für eine Zoom-Konferenz interessieren.
Statutenrevision, ein eher trockenes Thema ... Warum lohnt es sich, teilzunehmen und mitzuwirken?
Ich widerspreche dem: Statuten sind extrem spannend! Wie will ich wohnen? Wie arbeiten? Was ist unser Selbstverständnis als Genossenschaft? Diese Fragen betreffen alle Mitglieder. Sie sind der Stoff, aus dem die Statuten gemacht werden. Diese Fragen werden wir diskutieren – und nicht einzelne Artikel.