Aus der Geschäftsstelle

Wie das Grüngut wieder gut fürs Grün wird

Recyclen ist meist mit mehrstufigen Verfahren verbunden. Ausser bei einem Gut, dem Grüngut: Wir können zuschauen, wie es wieder gut fürs Grün wird – sofern wir es richtig machen. Hier eine Ein- und Anleitung.

Welche acht Dinge (alle Lebewesen und die Fahne ausgenommen) gehören nicht in den Kompost?

Unterdessen dürfte es jedes Kind wissen: Papier, Batterien, Glas, Karton, Aluminium, PET, Metall, Textilien, elektronische Geräte und Öl gehören nicht in den «normalen» Abfallsack. Diese Abfälle werden separat gesammelt und wieder aufbereitet. Meist müssen mehrstufige Verfahren angewendet werden, damit beispielsweise aus einem Blatt «Alt­papier» wieder ein neues, leeres Blatt zum Beschreiben und Zeichnen entsteht.

Natürlicher Kreislauf
Einfacher ist es beim Grüngut, also jenen Dingen, die wir als «Kompost» definieren. Richtig gesammelt, wird unser organischer Abfall wieder zu Komposterde oder Biogas. Das passiert auch mit einem grossen Teil der gesammelten Bioabfälle der Stadt Luzern. Sie werden bei der «SwissFarmerPower Inwil AG» zu Biogas und Dünger verarbeitet. Wichtig für diesen natürlich-nachhaltigen Prozess ist Grüngut ohne Fremdstoffe.

Was kommt ins Grüngut?
Um Fremdstoffe zu vermeiden, müssen wir darauf achten, was wir in den Kompostbehälter werfen: Ins Grüngut, und damit auf den Kompost, gehören alle organischen Abfälle aus Küche und Garten. Beispiele dafür sind Rüstabfälle, Kaffeesatz, Teekraut (und Teebeutel ohne bedruckte Lasche), Schnittblumen, Zimmerpflanzen, Hecken und Rasenschnitt. Altes Brot und Speisereste sind wegen des Salzgehalts nicht willkommen; das ist der Komposterde nicht zuträglich. In den normalen Abfallsack, also in den Kehricht, gehören alle anderen Materialien. Wie zum Beispiel Zigarettenstummel, Asche, Windeln, Katzenstreu, Hundekot, Kaffeekapseln. Wichtig: Jede Form von Plastik zersetzt sich nicht und kann auch nicht vollständig aus dem Grüngut entfernt werden. Sie landen geschreddert als kleine Partikel im Kompost, somit in unseren Garten- und Ackerböden und so in unserem Gemüse. Wenn Sie sich nicht sicher sind, sollten Sie lieber etwas im Kehricht entsorgen.

Kompostieren bei der abl
In den abl-Siedlungen stehen grössere und kleinere Grüngut-Container. Die grösseren sind für Zimmerpflanzen (bitte ohne Topf), voluminösere Pflanzen, Äste, jedoch keinesfalls für Möbel oder andere behandelten Holzerzeugnisse gedacht. In den kleineren Containern hat es Platz für das Grüngut, das in der Küche anfällt. Auch hier gelten die oben genannten Kompostregeln. Einmal pro Woche werden diese Container vom Team des städtischen Strasseninspektorats geleert. Muss man viel entsorgen, informiert man sich am besten unter real-luzern.ch/abfallkalender über den idealen Entsorgungstag. So steht der Container nicht Tage lang übervoll da. Wo kein Container steht, kann das Grüngut in Beuteln entsorgt werden. Diese müssen gut verschlossen am Tag der Entsorgung vors Haus gestellt werden, damit sie vom Strasseninspektorat abgeholt werden können. Grundsätzlich zulässig sind weisse kompostierbare Beutel mit Gitterdruck, die unter anderem bei den Grossverteilern erhältlich sind.

Kompost selbst gemacht
Wer selbst Zeuge werden will, wie aus Grüngut wieder Gut fürs Grün wird, kann dies mit Heimkompostern tun. Damit können Sie in der Wohnung oder auf dem Balkon Ihren Grünabfall selbst kompostieren. Und das ohne Gerüche und mit regelmässiger Ernte von nährstoffreicher Erde für die nächsten Balkontomaten. Dabei gibt es zahlreiche Angebote: So bietet beispielsweise die Firma Reterra eine Wurmkiste aus Holz oder Kompostboxen aus recyceltem Kunststoff an. Heimkomposter aus Ton sind bei der Firma WormUp erhältlich. Beide liefern auch Lösungen für draussen – zum Beispiel für Gemeinschaftsgärten.

Die «Wurmkiste» von Reterra.
«Home 2» von WormUp.

Zwei Heimkomposter zu gewinnen

Reterra verlost eine «Wurmkiste» und WormUp einen «Home 2» inklusive Startpopulation und Poster. Um zu gewinnen, finden Sie im Wimmelbild alle acht Dinge, die nicht in den Kompost gehören und schicken Ihre Lösung (Foto, Scan, Aufzählung) per E-Mail an kultur (at) abl.ch oder eine Postkarte an allgemeine baugenossenschaft luzern, Bundes­strasse 16, 6003 Luzern.

Bitte geben Sie nebst Ihrem Namen und Adresse an, welchen Heimkomposter Sie möchten: «Wurmkiste» oder «Home 2». Einsendeschluss: 28. April 2026

Rabattcode für Ungeduldige
Wer weder auf sein Glück vertrauen noch den Wettbewerb abwarten möchte, kann mit dem Rabattcode ABLxWORMS26 im Online-Shop von WormUp wormup.ch bereits jetzt von15 Prozent Rabatt profitieren.